endlich neuigkeiten

September 12, 2010

Wir haben den Strand gefunden!
In der Nähe von Leon fahren wir einfach der Sonne hinterher. So geht das nämlich, wenn man den Strand und das Meer finden will. Wir haben schließlich schon in der Grundschlule gelernt, dass die Sonne im Wasser schlafen geht, um sich nach einem harten Arbeitstag abzukühlen.
Und sie muss sich abkühlen, denn sie läuft tagsüber wirklich auf Hochtouren.
Den alten Trick erfolgreich angewand, sitzen wir an einem tollen Sandtrand vorm Atlantik. Wir sind genau im richtigen Augenblick angekommen um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. James ist ganz aufgeregt und versucht die Wellen durch zielbewusste Bisse zur Ordnung zu zwingen. Als ich dann auch noch ins Wasser gehe (mehr oder weniger ausversehen, da eine besonders große Welle mich direkt von den Füßen reißt) wird James wirklich böse. Er bellt das Meer vorwurfsvoll an, während ich es in vollen Zügen genieße. Es waren lange, warme Tage und das kühlende Wasser tut unheimlich gut. Meine neue Kamera wird direkt genutzt um ein paar kitschige Sonnenuntergangsfotos zumachen, und dann gehts auch schon wieder weiter, denn schlafen ist auf dem Parkplatz vorm Strand völlig verboten. Durch einen Zufall finden wir einen tollen Schlafplatz, auf einem alten, unbewohnten, halb zerfallenen Bauernhof, der sich auf einer verlassenen Waldlichtung befindet. In den nächsten drei Tagen pendeln wir immer zwischen diesem Schlafplatz und dem Strand hin und her. Ich nehme meine erste Surfstunde bei Wolfgang und es macht wirklich Spaß, ist aber auch echt anstrengend, weil die Wellen eigentlich zu hoch sind, für einen Anfänger. In den nächsten Tagen genießen wir den Strand, das Meer und den Markt in Leon. Hier kaufen wir immer frisches Obst, Gemüse und natürlich Käse und Paté...hmmm leckeres, gutes, französisches Essen. Am letzten Abend in Leon beschließen wir das "campieren verboten" Zeichen einfach mal zu ignorieren. Wir haben mittlerweile gehört, dass nicht jede Nacht kontrolliert wird. Tja, just in dieser Nacht wird natürlich kontrolliert. Das merken wir, als es Nachts um 3 Uhr nachts(!!) an die Tür klopft, und James spontan beschließt zu versuchen den Polizisten zu verspeisen. Der ist jedoch geduldig mit uns und zeigt Verständnis, als wir uns entschuldigen, und dann auch wegfahren. Natürlich haben wir nichts zusammengepackt und das geht Nachts um drei nicht umbedingt so schnell, wie sonst. Nun gut, nach einigem Hin und Her fahren wir also wieder zu unserem Bauernhof und von dort aus am nächsten Tag weiter Richtung Biarritz aufzubrechen. Irgendwie klappt jetzt nichts mehr so richtig. Wir halten bei fünf verschiedenen Baumärkten an um Fackeln zu kaufen. Eigentlich gibt es die überall, aber ausgerechnet in diesen Märkten nicht. Ach so, warum wollen wir eigentlich unbedingt Fackeln haben? Wir haben vor einigen Abenden den kleinen, pinken "Eimer"-grill eingeweiht. Das war sehr schön, aber ziemlich dunkel. Heute wollen wir wieder Grillen, aber diesmal mit Licht. (Ich weiß, dass man das einfach auch machen kann, wenn die Sonne noch nicht untergegangen ist, aber irgendwie kommen wir vor der Dunkelheit nie zum Essen.) Aber heute versuchen wirs, denn ohne Fackeln ist ja auch doof. Wir finden also endlich einen Parkplatz auf dem man Grillen darf, und auf dem Bertha auch noch ein hübschen Plätzchen für ihren dicken Hintern findet, da fängt es promt an zu regnen. Irgendwie werden uns seit heute nacht um 3 viele dieser kleinen Steine in den Weg gelegt (Ich fürchte wir haben unser Karma gründlich verdorben, als wir die Polizisten angelogen habne, dass wir das Schild nicht gesehen hätten...machen wir nich wieder), wir beschließen einfach aufzugeben uns in einer Tapas Bar, die Wolfgang schon kennt, essen zu gehen. (Aufgezwängter Luxus, tut ja auch mal ganz gut) Wolfgang isst (Achtung Papa, jetzt wirst du neidisch) einen riesigen Topf voll Miesmuscheln und ich ein leckeres Steak. Die Muscheln riechen so lecker, dass sogar ich mich an einige ran wage, und sie sehr genieße. (Da war soviel Knoblauch dran, dass ich eingegangen wär, wenn ich nicht auch ein bißchen davon gegessen hätte.) Wir haben mittlerweile übrigens einen tollen Parkplatz fast direkt am Strand gefunden, so dass wir zu Fuß zur Tapas Bar gehen konnten. Das war auch gut so, da gab es nämlich leckeren, günstigen Sangria...hmmm! Wir stehen übrigens gerade in Guéthary, falls irgendwer unseren Weg auf der Karte verfolgen will.
Am nächsten Tag schlafen wir erstmal in aller Ruhe aus, (naja, das machen wir eigentlich jeden Tag) und gehen dann an den Strand zum Schach spielen (die Wellen sind schlecht, nur deshalb begnügt sich Wolfgang damit, bei mir an Land zu bleiben ;-) ) Von da an spielen wir bei jeder Möglichkeit Schach, und Wolfgang ist wirklich ziemlich schnell ziemlich gut geworden! Mittlerweile ist die Hauptsaison zwar an ihrem Ende angelangt, aber trotzdem tummeln sich noch einige Touristen in Guéthary rum, so das wir uns wieder auf die Suche nach einen einsameren Plätzchen machen. Wir machen uns auf den Weg um die Spanische Grenze zu überqueren, was wir auch shcon nach einer knappen halben Stunde tun.
Spanien erscheint mir auf den ersten Blick direkt ganz anders als Frankreich. Riesige Berge direkt neben dem Meer (Wolfgang sagt die sind nicht riesig, aber der kennt auch das Algäu) Durch einen weiteren Zufall finden wir einen tollen Platz auf einem dieser Berge mit der wahnsinns Aussicht. Einheimische fragen uns woher wir den Platz kennen, weil der unter ihnen zwar für seine Schönheit bekannt ist, aber doch nicht so leicht zu finden. Wir hatten einfach mal wieder Glück und können tolle Bilder mit der Kamera aufnehmen. Ich bin sehr froh, dass ich sie mir noch vor der Reise gekauft habe, weil diese Landschaft einfach so viele tolle Bilder liefert, die wir wirklich gut einfangen können.
Allerdings sind wir immer noch auf der Suche, nach unserem tollen einsamen Strand an dem wir uns dann für ein paar Tage niederlassen können. Also gehts weiter. An der spanischen Küste entlang fahren wir über Bilbao Richtung Santander In dieser Nacht schlafen wir auf einem Kiesplatz direkt an einem Flussbett. James findet gleich ein paar spanische Hunderfreunde und wir spielen (endlich mal wieder) ne Runde Schach. Am nächsten Morgen frühstücken wir ein einem tollen Platz in einer Bergschlucht. (Ihr könnte auf den Bildern sehen, wie toll es wirklich aussieht)
Die nächste Nacht verbringen wir (schon wieder) auf einem Berg westlich von Carino. Die Fahrt dorthin war sehr aufregend. In dunkler Nacht, bei wildem Sturm erkämpfte sich Bertha, unter aufbegehren ihrer ganzen Kraft den Weg in schwindelnde Höhe. Immer wieder mussten wir auf der Strasse umherirrenden wilden Pferden ausweichen (natürlich unter todesgefahr!) (wolfgang wirft an dieser stelle ein:Jule, du bist völlig betrunken! (das stimmt so nicht!))
Irgendwann beschließen wir also unsere erschöpften Körper zur ruhe zu legen (nicht zur Letzten, übrigens), um kraft für die folgenden Abenteuer (und es wurden noch seeehr viele!) zu sammeln.
Es stürmt und der Wind rüttelt so sehr an unsrem treuen Gefährt (dem rostigen) das ich denke, es wird vom Berg in die angsteinflösenden Tiefen gerissen. Mein edler Ritter Wolfgango der 2. stürzt sich in die bedrohliche Kälte, um seiner holden Maid (mir), das Schlafgemacht zu richten...Hach, was für ein Mann!
Am nächsten Morgen werden wir von wilden Pferden, die sich unserem Gefährt näherten geweckt. James (der Mutige) versuchte sie durch kräftiges Gebell zu vertreiben, darauf reagierten die Wildpferde nur mit müdem Wiehern. Wir stehen also auf, um uns das Ganze mal aus der Nähe auszusehen. Da kommt auch prompt ein spanischer Cowboy vorbeigeritten um nach dem Rechten zu sehen.
Witziger Morgen, aber wir wollen weiter Richtung "Einsame-Bucht". Dann liegt allerdings Santiago auf dem Weg und wir beschließen einen kurzen Stop übers Wochenende einzulegen. Das war eine gute Entscheidung, denn wir verbringen eine tolle Zeit mit Ana (eine Freundin von Wolfgang). Santiago ist wunderschön (auch auf den Fotos erkennbar). Ich erlebe den spannendsten Friseurbesuch meines Lebens. In einem Anfall von "Haarhass" beschließe ich, dass etwas passieren muss. Sowas hatte ich shcon früher, mit fatalen Folgen. Diesmal ist alles cool. (Anni :-) ) nur n paar Stufen und ein Pony. Der Pony war nicht ganz so gewollt, aber ich konnte der Friseurin ja nicht auf spanisch erklären, was ich wollte, also hab ich ihr ein Bild gezeigt was ungefähr meinen Vorstellungen entspricht. Tja, was soll ich sagen, jetzt seh ich auf wie das Mädchen auf dem Bild :-D
Sie sieht guuuut aus ;-)
Ana hat uns einen geheimen Weg zu einer noch geheimeren Bucht erklärt. Dort verbringen wir fast eine Woche. Es ist eine tolle Woche! Traumhafte Aussicht, traumhafter Platz, traumhafte Wellen...und DELPHINE! Echt, wirklich Delphine, einfach so in UNSERER Bucht. Am ersten Tag sehen wir sie nur, am zweiten schwimmen wir mit ihnen (naja, so mit Abstand udn so) und als wir wegfahren, schwimmen sie nochmal an uns vorbei.
Was für eine Bucht, was für eine Zeit....


Pictures

erste nacht in spanien (jakobsweg)
blümchen
aussicht
sonnenuntergang
 
 

3 Comments

Andi:
September 13, 2010
haha. schöner bericht :)

aber wieso ist wolfgang WOLFGANG der 2te edle maid?

und bin ich zu doof oder warum finde ich kein foto von deiner neuen frisur?!??!!?!

achso! und delphine vorsichtig! mich hat in florida mal n delfin immer so mit der nase an den fuß gestoßen :D :D
ANNI:
September 13, 2010
ICH danke DIR, dass du mir diese 35er Frisur erparst!
(Es ist einfach das Beste für dich, glaube mir)

LOVE
September 17, 2010
na endlich !

schöne story

kommt gut heim und bald nach Hamburg

wir freuen uns auf Euch

Franzi & Burnie
Fuzzy Travel · Next »
Create blog · Login