Der letzte Trip

March 2, 2011 - Lake Tekapo, New Zealand

Noch einmal ins Landesinnere, noch eine grosse Extra-Runde mit dem liebgewonnenen (wirklich??) Büsli - bevor der Abschied nahte. Viel war nicht mehr für uns übrig, weder vom Land noch von unserer Zeit. Doch ein schöner Road-Trip passte noch rein.

Wir verliessen die Westküste in Richtung Canterbury Highlands. Unser letztes grosses Ziel war der Mount Cook, mit 3'754 Metern der höchste Berg Neuseelands. Nachdem wir also die hohen Südalpen quasi von Norden über den Osten bis in den Süden umfahren hatten, steuerten wir nun von Western her geradewegs auf ihre höchsten Gipfel zu.

Die letzte planmässige Fahrt war eine der schöneren unserer Reise. Vorbei an Schafweiden und eisig-blauen Seen, welche in der braun-grünen Alpin-Landschaft von Zeit zu Zeit in leuchtendem Kontrast erschienen. Und keine Anzeichen vom Touristenrummel, der am Fuss des berühmten Mount Cook herrschen soll. Eine kleine Welt für sich, nur wenige Kilometer von der Küste entfernt.

Doch je näher wir unserem Ziel kamen, desto unfreundlicher wurde das Wetter, bis wir uns schliesslich für eine Alternativroute entschieden, da wir keine Lust hatten, unsere Abschlusstour im Nebel und Regen zu verbringen - was in dieser Region nämlich keine Seltenheit wäre.

So suchten wir uns ein lauschiges Übernachtungsplätzchen und wurden sogar für ein letztes Mal überraschend schnell fündig, was uns zuvor auf der gesamten Südinsel (entgegen der Aussagen anderer Traveller) fast nie gelungen war. Unser Schlafplatz war nicht nur gratis und ohne Verbotsschilder (eine absolute Seltenheit auf der Südinsel), sondern lag zudem idyllisch an einem Weiher, und zwar - und das war für uns das grösste Highlight am Ganzen - ohne Sandfliegen (sorry, das musste jetzt noch einmal betont werden).

Ausgeschlafen und unverstochen fuhren wir weiter zum wieder bedeutend touristischeren Lake Takepo, wo wir spontan eine Wanderung auf dessen "Hausberg" machten, von wo sich herrliche Blicke auf den stahlblauen (und übrigens eiskalten) Bergsee und die umliegende Alpinregion eröffnen. Nach der Rückkehr gönnten wir uns noch einmal ein laaanges Entspannungsbad in den hiesigen Termalpools. Natürlich mit anschliessender Glace zur Abkühlung. Und unser Camping-Kochgeschirr kam an diesem Abend ebenfalls zum letzten Mal zum Einsatz.

Das touristische Seeufer erschwerte diesmal das Finden eines Schlafortes, und unser Entscheid in den fortgeschrittenen Abendstunden nach langem Suchen, uns trotz Verbotstafeln irgendwo abseits ans Ufer zu stellen, endete am frühen Morgen abrupt mit einem energischen Klopfen an der Bustüre und einer Busse vom zuständigen Ranger - unser bisher einziger "Kontakt" mit einem Ordnungshüter übrigens! Da half auch Verhandeln und Dummstellen leider nichts.

Immerhin hatte das unfreiwillig frühe Aufstehen den Vorteil, dass wir die Fahrt nach Christchurch, wo wir unser Büsli verkaufen würden, bei Zeiten in Angriff nehmen konnten.

Denn es sollte ein langer Tag werden. Länger als geplant. Viel länger...

 

 


Pictures

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