So wie versprochen werde ich jetzt mal mein Tagebuch wieder aktualisieren, sodass ihr wieder auf dem neusten Stand seit. Wie schon erwahnt bin ich also nach sieben Wochen von der CAttlestation wieder in die Zivilisation zurueckgekehrt. Nach DArwin brachte mich einer von den Krokodiljaegern, bzw. zu einer grossen Krokodilfarm kurz vor DArwin. Mick (der Krokodiljaeger) war echt total nett und wir haben uns auch auf Anhieb bestens verstanden. Ich hatte dann auf der Krokodilfarm die Chance mir auch den Krokodilzoo anzugucken und anschliessend hat mich Mick noch zu sich nach Hause eingeladen, wo ich auch seine beiden Soehne kennengelernt habe. Spaeter holte mich dann der BEsitzer von der FArm ab und brachte mich in die Stadt rein. DA ich mich mit beiden sehr gut verstanden habe, musste ich auch gleich versprechen, wenn ich nochmal nach Darwin kommen sollte mich bei ihnen zu melden, damit wir was unternehmen koennen.
In DArwin angekommen hab ich dann im Hostel meinen finnischen Freund Atte wiedergetroffen, was sehr nett war (Matt war leider zwei Tage vorher aus Darwin abgereist). DA ich mioch den letzten Tag auf der Station mit einem MAgen-DArm-Infekt herumgeschlagen hatte hoffte ich nun wenigstens im Hostel vor der langen Zugfahrt noch ein bisschen Schlaf zu kriegen und wieder fit zu werden, doch es stellte sich heraus, dass das nichts werden wuerde. Ich hatte die Ehre im STockbett oben zu schlafen, doch dieses BEtt verwandelte sich dann in der NAcht in einen Hochseedampfer auf Sturmfahrt. Angekuendigt wurde das Unwetter durch die etwas schwerere und sehr rythmische Atmung unter mir im Bett. Fragte ich mich zunaechst, ob es Kris (so hiess der Typ, der unter mir schlief) vielleicht nicht gut geht, erkannte ich wenig spaeter, dass mindestens zwei Personen fuer diesen Laerm verantwortlich sein muessen. Und dann fing die Sturmfahrt auch schon an. Ich vermute in keinem Stiftungwarentestlabor haette man besser die Flexibiltaet eines Standardhochbettes testen koennen. NAchdem sogar mein Kopfkissen vom BEtt flog hoffte ich dass die Sturmfahrt nun endlich ein Ende haben wuerde doch wenig spaeter kam ich wieder in den GEnuss des rythmische Atmens und wenig spaeter des im gleichen Rythmus wackelnden Bettes. An Schlaf war natuerlich fuer mich und aus Gruenden des immer lauter werdendemn Finales auch fuer die anderen im Zimmer nicht mehr zu denken. Ich war also wieder voll im BAckpackerleben zurueck
Leider wiederholte sich das ganze Spiel in der NAcht danach nochmal, m sodass ich dann am Samstag den Ghan-Zug mit einer gewissen GRundmuedigkeit betrat. NAchdem ich meinen Platz im Zug eingenommen hatte, stellte ich auch erleichtert fest, dass von den hier sitzenden Leuten (eher etwas aeltere Semester) wohl niemand zu einer aehnlichen Aktion anheben wuerde. Ein wenig Schlaf war mir also garantiert. MEin Glueck war auch, dass der Sitz neben mir frei war, sodass sich mein LEbensraum fuer die naechsten 50 Stunden vergroessern sollte. BEreits am ersten TAg stand dann ein 3 stuendiger Aufenthalt in KAthrine an, der aber eher enttaeuschend war, da auf einem Samstag alle Laeden und MUseen (bis auf den Supermarkt und Subway) geschlossen waren und ich den sauteuren TRansferbus vom BAhnhof in die Stadt eher fuer eine ueberfluessige Ausgabe hielt. NA ja zumindest kann ich nun behaupten in KAthrine gewesen zu sein. Interessanter war da schon der zweite Zwischenstop am naechsten Tag in Australiens Zentrumstadt Alice Springs. Endlich konnte ich die BAsis des Royal Flying Doctor Services besichtigen(vielleicht mein kuenftiger Arbeitgeber
) und ein bisschen die Stadt erkunden. Vier Stunden spaeter ging es auf den letzten und laengsten Teil meiner Zugreise eiunmal quer durch den Kontinent von Darwin nach Adelaide. NAch zwei NAechten im Zug kam ich endlich in Adelaide an. Hinter mir lag eine Zugfahhrt die einfach ein Erlebnis wert war. Alleine die LAndschjaft zu sehen und das BEwusstsein den ganzen australischen Kontinent von Norden nach Sueden durchquert zu haben machte die ganze FAhrt wert. Zu meinem Glueck (oder vielleicht auch nicht, aber davon gleich mehr) konnte ich sogar noch meinen Zug von Adelaide nach Sydney umbuchen, sodass ich vier TAge zur BEsichtigungs Adelaids zur Verfuegung hatte (eine wirklich schoene Stadt, aber darueber habe ich ja schon bereits berichtet). NAch vbier Tagen ging es dann also mit dem Indian Pacific in Richtung Sydney auf (aber leider n ur in die Richtung wie sich spaeter herausstellte). Eigntlich war fuer den spaeten Nachmittag ein 2 stuendiger Stopover in Broken Hill, einer alten Golgraeberstadt geplant, doch aufgrund von STurmmeldungen musste unser Zug seine Fahrt so verlangsamen, dass der Stop nur zum Zu- bzw Aussteigen einiger Passagiere genutzt wurde, da wir schon verspaetet waren. Von Broken Hill ging dann die Fahrt in Richtung Sydney weiter. nachdem wir wieder einige Stunden auf FAhrt waren schlief ich dann irgendwann auch endlich ein. Doch was war das fuer ein Schock, als ich 4 Stunden spaeter (inzwischen war es halb fuenf morgens) wieder meine Augen aufmachte und ich fesstellte das vor dem stehenden Zug (was die erste UEberrschung war) ich das Schild "Broken Hill" sehen konnte. MEin erster Gedanke war: Ok Philip, am besten machst du jetzt die Augen nochmal zu und dann ganz ruhig wieder auf, vielleicht haben dich die letzten Wochen doch mehr geschlaucht, als du denkst. Aber auch das half nichts, der Ausblick war immer noch der gleiche. Mein naechster GEdanke war: Ok, wenigstens die harten Drogen sollte ich demnaechst weglassen. Doch den verdutzten GEsichtern der anderen PAssagiere konnte ich ablesen, dass sie aehnlich Probleme hatten wie ich und nicht so richtig begriffen was hier vor sich ging. Endlich ein paar Stunden spaeter kam dann die Durchsage vom Zugmanager, dass man uns in der NAcht wieder zurueck nach Broken Hill gefahren habe, da die Gleise auf der Strecke nach Sydney vom STurm beschaedigt worden waeren. Und nhun wuerden wir aus Busse warten die uns von Broken Hill nach Sydney bringen sollten (immer noch mehr als 1000 km). Endlich morgens um 10 (das war eigentlich der Zeitpunkt wo wir in Sydney ankommen sollten), kamen dann endlich die Busse und es begann die 20 stuendige FAhrt nach Sydney. Es war wirklich hart, da der Bus bis zu letzten Person vollgestopft war und wir teilweise das Gepaeck auch im Passagierraum verstauen mussten, da im GEpaeckfach nicht genuegend Platz war. Ausserdem machten wir nur 2 Stops, da viele KLeute noch Anschlusszuege bzw. Fluege in Sydney kriegen mussten. MEin Essen beschraenket sich auf dieser FAhrt auf einen Schokoriegel und eine PAckung KEkse (zwar hatten wir einen Stop an einer Autorasttaette, aber die waren mit den ganzen Busladungen voellig ueberfordert, sodass nur wenige etwas zu essen bekamen) und mein Schlaf auf 0 Stunden. Morgens um 3 kamen wir dann endlich am CEntralbahnhof in Sydney an, wo ich feststellte, dass ich hier nun erstmal die naechsten Stunden verbringen durfte. MEin Hostel lag etwas ausserhalb des Stadtzentrums und es fuhren um diese Uhrzeit natuerlich keine Zuege bzw. Busse mehr. An Schlaf war also wieder nicht zu denken und ich nutzte die Zeit, um in Deutschland anzurufen. Gegen 6 fuhren dann aber auch wieder die ersten Zuege und endlich konnte ich mich dann auf den weg machen und wenig spaeter kam ich erschoepft aber gluecklich im Hostel an, wo mich Wiebke und Alda empfingen. Nun konnte Weihnachten und Silvester kommen, aber davon mehr in einem anderen Eintrag....
