Perth

February 1, 2008

So nachdem ich nun schon seit 3 Tagen in Perth bin, will ich euch auch mal wieder auf den neusten stnad meiner Reise bringen. Letzte Woche Donnerstag bin ich dann also zunaechst Richtung Melbourne aufgebrochen. Im Zug merkte ich dann, dass ich mich mit der Abfahrt meines Zuges aus Adelaide vertan hatte, sodass mir da 3 NAechte bleiben sollten (was ich nicht unbedingt als Vorteil sah, da ich die Zeit lieber in Melbourne verbracht haette, aber nu was solls). also kam ich am Donnerstag Abend in Adelaide an und hoffte hier wie gewohnt vom hostelbus meines Adelaidehostels abgeholt zu werden. Doch ich wartete vergebens. Doch wie das Leben so in australien spielt, kam ich mit einem Mann ins Gespraech und der stellte sich als Immobilienbesitzer in Adelaide heraus und zufaellig gehoerte ihm auch das Haus von dem Hostel in das ich wollte. Also nahm er mich natuerlich sofort dort mit hin. Im Hostels angekommen wurde ich dann dieses Mal jedoch sehr enntaeuscht. Da gerde in adelaide ein grosses Crickettestmatch (ich glaube Indien gegen Australien) statt fand, war das Hostel fast komplett ausgebucht. Man steckte mich also in einen 14-Bett-Dorm der zum einen sehr klein war und zum anderen fuerchterlich nach Kaesefuessen stank, sowie alle eine Erkaeltung bekamen, da die klimanalage auf winterliche 15 Gard gestellt war. Und das alles zum gleichen Preis wie ein 4 Bett Dorm. also entschied ich am naechsten Morgen auszuziehen, leider (oder vllt auch zu meinem Glueck) hatte das YHA keine Betten mehr frei (genau in dem moment als es die mitarbeiterin bestaetigen wollte war es weg). also machte ich mich auf die Suche nach einem anderen. Am Schluss landete ich dann im Hostel direkt neben meinem alten Hostel, welches ich eigentlich meiden wollte, da es mir bei einem Preis von 16 Dollar (also fast die Haelfte des Preises der anderen Hostels) und der sehr broeckelnden Fassade eher als ziemliche Absteige vorkam. Doch es sollte sich zeigen, dass ich mich gruendlich getaeuscht hatte. Das Hostel war fuer den preis wirklich top (kein Vergleich mit dem Oslohotel), der Besitzer nett und es auch ansonsten sehr sauber und geraeumig. Das einzig schwierige war das japanische publikum, das doch sehr in Grueppchen zusammensass und auch kein Englisch sprach. Zum Glueck gab es aber auch noch 4 andere Leute im Hostel, die nicht aus Japan kamen. Am Morgen meiner Abreise war ich gerade am packen, als mein Zimmergenosse (der angekommen war, nachdem ich schon am schlafen gewesen war) aufwachte und ich ihn also das erste mal sah. Er drehte sich nur im Bett um und als er meine inzwischen etwas laengere blonde Maehne sah, wurden seine Augen immer groesser. Ich musste dann ungefaehr 10 Minuten lang mit ihm Fotos machen und anschliessend hat er mir gleich meine Tasche und alles hinterhergetragen. also alles sehr skurril (aber man koennte sich dran gewoehnen, vllt sollte ich noch einen Abstecher nach Japan machen ;)).

nun ja aber dann ging es, nachdem ich mir noch das Radrennen "Tour Down Under", das auch in adelaide stattfand angeguckt hatte (die Fahrradfahrer mussten nach dem Zieleinlauf mit ihren Fahrraedern durch den stattverkehr zum Basislager zurueckfahren, sodass ich mit dem Team Gerolsteiner zusammen an der Ampel stand), ging es Abneds fuer mich mit dem Zug Richtung Perth los. Der Zug war leider brechend voll, sodass ich das erste Mal keinen Doppelsitz fuer mich alleine hatte (was fuer den Schlafkompfort von Vorteil gewesen waere). Dafuer verstand ich mich mit meiner Sitznachbarin (24 jaehrige hollaendische Krankenschwester) sehr gut, so dass die Fahrt etwas kurzweiliger war und wie eine Menge Spass hatten. Nur so war auch der schlafmangel bei 3 Stunden (ungemuetlichem) schlaf in 48 stunden auszuhalten. Zwei Tage spaeter kamen wir dann auch in Perth an und nun hoffte ich so schnell wie moeglich in mein vorgebuchtes YHA-Hostel-Bett zu fallen und wenigstens ein bisschen schlafnachzuholen, doch das sollte sich noch als etwas schwierig herausstellen. erstens musste ich noch drei stunden (1pm) bis zur Check-in Zeit warten und zweitens hatte die Reinigungsfirma fuers Bettzeug so immense Verspaetung, dass ich erst Abneds um sieben endlich in mein Zimmer konnte und dann auch recht bald einschlief. Aber ich nutzte die Zeit bis zum einchecken noch, um die stadt einwenig zu erkunden und soweit ich es durch meine verschlafenen augen beurteilen konnte, ist Pert wirklich eine sehr nette stadt (und ich bin auch noch immer der Meinung!). Sie ist relativ modern und erinnert mich somit auch ein bisschen an Darwin, was ja immer noch meine Lieblingsstadt in australien ist. Die letzten Tage habe ich dann vor allem mit Jobsuche und dem Herumsitzen in Jobagenturen verbracht und hoffe nun, dass meine Suche am Montag erfolgreich enden wird (und ich traff mich natuerlich nochmal mit Andy, den ich aus Sydney kannte und Marieka, der Hollaenderin und wir machten uns nen guten abned im Irish Pub). Zwar bekam ich auf der Suche nach einem job schon einen Greenpeacejob auf der strasse angeboten, doch aufgrund meiner Station-Vergangenheit und der 3-Monate-Verpflichtung sagte ich ab. ausserdem durfte ich das erste Mal die Luft der Fotomodelwelt atmen ;) Als ich immer noch auf der Suche nach einem job durch die stadt war, kamen mit einem Mal ein chinese und eine Chinesin auf mich zugerannt, die sich als Redakteure eines chinesischen modemagazins hersustellten (leider verstnad ich kein Wort von dem was in dem Probeexemplar stand, da auf chinesisch), und sie wollten nun unbedingt Fotos fuer die Zeitung von mir machen, da sie modisch stylische Leute suchen (ok, ich hatte mir zwar gerade eine neue kurze hose in Melbourne geleistet von Abercrombie and Fitch, aber ob das so modisch war? Ich weiss ja nich...). Zumindest musste ich dann erstmal einige Minuten auf der Strasse rumposieren (es war mir etwas peinlich, da immer mehr Leute stehen blieben) und der Typ machte wie verrueckt Photos. Danach musste ich dann noch alle moeglichen Fragen beantworten. auf die Frage meines modekonzepts konnte ich nur antworten, dass ich ein Backpacker bin und daher das einzige modekonzept was ich mir leisten kann ist, nicht komplett nackt durch die Strassen laufen zu muessen. Trotzdem wollten sie wissen, ob ich mir denn bei meinem heutigen Dress gar nichts gedacht haette und meine Antwort: "Ne das waren einfach nur die einzigen Sachen die noch sauber waren. Ich muss heute Waeschetag machen und alles andere hat schon so erbaermlich gestunken, dass ich mich damit nicht in der stadt zeigen lassen wollte" amuesierte sie dann doch etwas.  Das war dann zumindest mein erster (sehr fragwuerdiger) Versuch Fuss in der modebranche zu fassen und ich denke ich werde es auch dabei belassen muessen ;) 

Ansonsten werde ich sonst noch das Wochenende ueber die Runde bringen (vielleicht besuche ich einen Bekannten, der ausserhalb von Perth wohnt) und dann hoffen, dass ich endlich Geld verdienen kann, damit ich nicht noch mein Lager im Bahnhof oder so aufschlagen muss.

Ich denke ihr werdet dann vllt nochmal bevor ich anfange zu arbeiten was von mir hoeren oder ansonsten, fuer den Fall, dass es mich wieder in the middle of nowhere verschlaegt, wenn ich mit dem Geld verdienen fertig bin.

 

Ganz liebe Gruesse

Euer philip

1 Comment

Philip:
February 2, 2008
Ach so, damit es nicht zu Verwirrungen kommt: Ich meine natuerlich "ich nahm am Donnerstag den Zug nach Adelaide" (nicht Melb.).

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