ENTZÜCKT. Mal wieder einer dieser Momente in Hongkong, in denen ich verblüfft über die professionelle Organisation dieser Stadt bin. Hongkong ist so durchorganisiert, dass du nach ein paar Tagen, abgesehen vom Straßenplan, das Gefühl hast alles verstanden zu haben. Nie gibt es etwas, dass dich vor Rätseln stellt, immer ist alles logisch durchdacht und die Menschenmassen werden nach einfachen Systemen geleitet. Eine Art perfektes User-Interface für die Stadt. Es fängt an, mit der aufladbaren Octopuskarte, so etwas wie der Oscarkarte, auf den unsere Hochschule so stolz ist. Hier ist sie schon lange im Alltag angelangt. Fährt man öfters MTR (U-Bahn) kommt man um diese Karte nicht herum, da man so einfacher, durch einfaches Hinhalten an die Sensoren der Schranken und mit verminderten Preis fahren kann. Sie ist, sofern man keine Studentenkarte beantragt (eh nur bis 25 Jahre möglich), personenungebunden und somit im Gegensatz zur neu eingeführten Handybezahlung der Bahn in D, ganz ohne Ängste vor Datenmissbrach nutzbar. Sie gilt auch für Bus, Minibus und für die Parkuhr, es gibt sie auch als Uhr oder als Schlüsselanhänger. Man zahlt mit ihr im 7/11 sein Bier, im Pacific Coffee sein Cappuccino, in der Unikantine sein 2-Dishes Meal, man lässt sich einen eiskalten oder kochendheißen Mr. Brown-Dosenkaffee (auch einer dieser entzückenden Erfindungen) am Getränkeautomaten raus und überredet sich doch noch für ein spontanen Burger beim Mc, weil man auf der Karte noch ein bisschen Kleingeld mit sich rumträgt. Und geht das Geld aus, dann geht man zu einer der zahllosen Automaten und lädt sie ganz einfach mit Bargeld wieder auf. Mein Kartenmäppchen mit drei Karten - Student ID-Karte, Türkarte und Octopus ist also mein Schlüssel zu allem. Wie werde ich diese Karte vermissen.
Wieso ich gerade einen begeisterten Überraschungsmoment habe? Ich habe mich entschlossen meine Mittagspause im wohl gemütlichsten Cafe der Welt zu genießen und irgendwie eine Ordnung in den Haufen freier Gedanken zu kriegen. Platz genommen auf dem roten Kuschelsessel, Laptop auf den Schoß, ach...erstmal schauen ob hier das Internet funktioniert. Nun kommt das für mich, vielleicht auch nur als einfacher Dorfhochschulstudent, Erstaunliche. Nicht das mich der Hot Spot in dieser Cafékette überraschte, ich glaube die ganze Stadt ist über PCCW, einem Telekommunikationsdienstleister, vernetzt. Auch musste ich etwas enttäuscht feststellen, dass man für die Leistung in diesem Café zahlen muss, wenn auch 20 HKD (2 Euro) für 24 Stunden nicht die Welt sind. Das alles abgebucht per Kreditkarte ist zudem noch einfach, vorausgesetzt man hat die Richtige. Da ich mich da ausschließen muss, dachte ich schon, dass ich den Versuch ins Internet zu kommen abschreiben kann. Aber dann entdeckte ich den Button für Studenten. Mit einem Klick kam eine Liste der Universitäten dieser Stadt, Auswahl getroffen, Studentennummer und mein HKBU-eigenes Passwort eingegeben und schwupp di wupp, kostenloses Internet für die Studenten dieser Stadt. Na gut, das mit dem kostenlos muss ich noch mal überprüfen, aber ich bin drin. Und entzückt.
STOPP. Mal wieder habe ich lieber frisch Erlebtes aufgefangen statt bisher Geschriebenes in eine für Euch sinnvolle Struktur zu pressen. Zwar kam durch diese Verhaltensweise ein bisher buntgemischter, in Abschnitte unterteilter Text zusammen, den es jetzt zu ordnen gilt, aber das ist auch der Grund warum ihr so selten was zu lesen bekommt. Ich wollte es chronologisch versuchen, doch am Ende eines erlebnisreichen Semesters ist dies eine Aufgabe, welche ich nur schwer bewältigen kann. Und so erkläre ich Euch im heutigen Blog mein Leben auf dem Campus der HKBU. Zwar mit Zeitsprüngen, aber dafür sind meine damaligen Gedanken konserviert in der Aktualität. Auf Grund einiger Nachfragen, ob ich denn auch studiere oder nur reise, fangen wir heute mit dem trockenen Teil an:
DIE VORLESUNGEN
Ja natürlich liegt es nah in Hongkong mandarin oder kantonesisch zu lernen. Doch auf Grund einer Kollision mit einem wirklich interessanten Kurs, der die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Deutschland beleuchtet (zumeist aus Sicht der Chinesen* und in deutsch), habe ich nach 2 Wochen meine Mandarinklasse beim singen der 4 Töne alleine gelassen. Irgendwie fand ich das eh albern.
Da kantonesisch gleich neun Töne hat wählte ich letztendlich französisch. Immerhin stehen die Chancen diese Sprache tatsächlich auch mal zu benutzen am Besten, da ich mir fest vorgenommen habe meinen Lebensabend in Frankreich zu verbringen (der Landschaft, des Genusses von Wein, Käse und der Freude am Leben wegen). Dass ich diese Sprache erst in optimistischen 40 Jahren beherrschen muss stimmt mich zuversichtlich und daher sehe ich es in diesem Kurs nicht als tragisch an, dass wir auch hier jede Stunde singen. Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass Deutschland das einzige Land ist, welches das Singen von volkstümlichen Liedern verlernt hat, bzw. vergessen musste.
Schade drum, die asiatischen Studenten singen so gerne, dass wir in unserer Student Hall einen professionell-luxuriösen Karaokeraum haben und ständig Singwettbewerbe stattfinden und kaum bin ich abends mit den Franzosen unterwegs werden mit ein, zwei Gläsern Gin auch schon französische Lieder angestimmt. Auch wenn mich anfangs die Singerei im Unterricht nervte, wurde mir bald klar, dass dies eben zur französischen als auch zur chinesischen Kultur gehört und dann folgte ein Erlebnis:
Wir sangen "Bruder Jakob" auf französisch. Wir stellten fest wie international dieses Lied doch ist und so mussten die einheimischen Kommilitonen dieses Lied in ihrer Sprache singen. In Kasachstan gibt es Bruder Jakob nicht und daher kam die andere Exchange-Studentin Yenlik ohne Gesangseinlage davon - tja, aber in Deutschland. Nach kurzem erfolglosen Protest musste ich dann als deutsche Vertretung vor der gesamten Klasse dieses Lied zum besten geben und damit deutsche Gesangskünste präsentieren. Ich glaube ich habe schon seit der Realschule nicht mehr im Chor gesungen, alleine war es zum ersten Mal. Den Badewannengesang habe ich in der WG aufgegeben und beim Mitgegrölle auf Konzerten konnte ich zwar beweisen, dass ich singen und hüpfen gleichzeitig beherrsche, nicht aber meine Stimme. Die anfängliche Aufgeregtheit äußerte sich in doppelter Geschwindigkeit. Es war komisch die eigene Stimme unter diesen Umständen zu hören, doch als ich das Ende des Liedes erreichte stellte ich fest, dass es mir gefiel. Vielleicht war es nur die Erleichterung, aber in mir machte sich Frohsinn breit, welcher in mir den Entschluss reifen liess, in Deutschland nach einem modernen Chor zu suchen. Hallejulah.
Zum Thema Watercolour...hach, was soll ich dazu sagen. Es fing an mit einem Regenbogen, welcher nun farbenfroh über meinen Bett hängt....und es ging weiter mit dem Nachmalen eines auserwählten Bildes. Falls ich jemals dachte, dass ich im Wasserfarben malen ein mir noch verborgenes Talent entdecken könnte, dann lag ich wohl falsch. Und ich lag auch falsch, als ich mir eine abendliche Entspannungstechnik für das spätere Berufsleben erhoffte. Wie soll man entspannt sein, wenn man nach einer 3 stündigen Malerei eine Depression vom Anblick des soeben erstellten Gemäldes bekommt. Nach dem ersten "Maybe you should try another picture, it´s to hard for the beginning" war ich noch ganz zuversichtlich als ich meine erste kreativ abgeänderte Vorlage erblickte und ihr kleinlaut zustimmte. Doch inzwischen muntert mich das ständige "Don´t worry" meiner mir zuzwinkernden New Yorker Professorin genauso wenig auf wie "It´s only just for fun". Ich frage mich wie sie es mit dieser Einstellung zu einer relativ bekannten Künstlerin geschafft hat.
Als sie letztendlich meinen Pinsel ergriff und leichtfertig meine sorgfältig bepinselten Äpfel mit grün, gelb, blau und sonstigen Farben bekleckste (und was man aus 12 Farben nicht so alles mischen kann), wusste ich, dass ich mit meinem Perfektionismus hier nicht viel erreichen werde.
Allerdings, nun, wo ich dies erkannt habe, kann ich auch diesen Kurs wieder als etwas Positives ansehen, schließlich wollte ich meinen Drang zum Perfektionismus schon immer ein wenig schmälern und sehe nun mit dem harmlosen beschmieren ein paar weißer Blätter wieder eine Verbesserung der Soft Skills. Naja, und als vor kurzem meiner Professorin ihre Hand ausrutschte und sie mir zur Aufmunterung einen ordentlichen Klaps auf den Hintern gab und danach selbst erschrack, hatte ich auch mal wieder was zum Lachen.
Beim Watercolour ist es der Mut, sich von seinem Gefühl leiten zu lassen und sorglos ein ungewolltes Rinnsal an farbigem Wasser, welches quer über das Bild verläuft, als Zeichen von Kreativität zu akzeptieren. Beim Zeichnen ist es das Beobachten von Gegenständen, Licht und Schatten und die detailreiche Wiedergabe dessen. Nur warum kann meine Hand nicht das aufs Blatt bringen, was meine Augen sehen? Dieses Unvermögen an Koordination blieb mir schon im Aerobic ein Rätsel. Dafür habe ich in der letzten Zeichenstunde aber geklärt warum meine wirklich süße junge Professorin etwas anderes sieht als ich. Als sie mich darauf hinwies, dass die Gegenstände weniger weit auseinander stehen, als ich sie gezeichnet habe, musste ich ihr erstmal erklären, dass die 30 cm die uns an Körpergröße unterscheiden auf die Perspektive des Stilllebens seinen Einfluss haben könnten. Als sie mit einem Lächeln ging, wusste ich nicht, ob ich sie überzeugt hatte, ich bin es aber nach wie vor. Genauso wie von dem Kurs.
Zwar dachte ich kurzzeitig darüber nach, in den zeitgleichen Einführungskurs für Fotografie zu wechseln, schließlich kann bei einem Foto niemand die Realität meines erstellten Abbildes anzweifeln, doch denke ich, dass ich bis zum Praktikum genug Zeit habe, mir hierüber eine Lektüre zu besorgen und bei einem spätsommerlichen Spaziergang über die Alb passende Motive zu suchen.
So bleib ich bei meinen zögerlichen grauen Linien, den grauen Fingern und dem letztendlich graubeschmiertem Gesicht; freue mich, dass zwar die asiatischen Fotoapparate den Weltmarkt eingenommen haben, aber bei den Malutensilien immer noch Deutschland mit mir unbekannten Marken ganz vorne dabei ist und vollführe jede Stunde Lockerungsübungen auf chinesische Rockmusik.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt dieses Kurses: Wie früher im Sportunterricht muss jede Woche eine Person 3 Stunden Musik mitbringen. In Zeiten der großen Computerspeicher und schnellen Datenkabel gehe ich davon aus, dass meine Ohren mit einer Auswahl an aktueller Musik berieselt werden. Da nur wenige Asiaten das abendliche Ausgehen und Ausleben einer Musikkultur mit uns teilen, blieb mir bisher der Musikgeschmack durch lautarme Hörstöpsel verborgen. Doch nun eröffnet sich mir die Welt eines Rockmusik hörenden Asiaten, der nur in jedem dritten Lied einen Sänger benötigt und sich über das über Ewigkeiten dauernde Instrumentalduett von Schlagzeug und Gitarre erfreut. Wann immer ich mir auf Konzerten die Frage stellte, wen dieses Sologeschredder tatsächlich in Euphorie versetzt, so habe ich nun die Antwort gefunden.
Mein 5. Fach, ist "You and your Environment", hier kommt meine alte Leidenschaft für Umweltschutz zur Geltung. Von dieser Ringvorlesung war ich anfangs begeistert, doch mit jedem Wechsel der Professoren verschlechterte sich die Qualität von lustig-leidenschaftlich erzählenden Professor zum Fishing-Frontalunterricht (Fishing wird das, auch in westlichen Gefilden bekannte, manchmal schmerzhafte Kopfwegnicken der Chinesen beim Einschlafen genannt). Schon anfangs hatte ich Probleme, die Vorlesung dank laut schretternder Klimaanlage (bei 10 C Außentemperatur!!!) ernst zu nehmen und letztendlich trieb mich nur noch die Anwesenheitsliste hin und die Hoffnung einen Chinesen zu treffen der mich nach der Vorlesung nicht fragt, warum ich nach dem Verlassen eines Raumes das Licht ausmache. Bisher zu meinem Bedauern vergeblich, denn selbst während der Vorlesung wurde die Überfischung genauso ausgeübt wie die Erzeugung von Elektrosmog, dank ständig telefonierender Kommilitonen. Doch das nimmt man hier nicht so ernst, so fängt selbst der Professor während deiner Präsentation einfach an zu telefonieren.
Außer man sitzt in der Vorlesung "Deutsch-chinesische Beziehungen - Wirtschaft im Wandel". Da unterrichtet ein Deutscher mit seiner Kollegin, auf eine sehr persönliche Art und Weise, in kleinen Klassen und alle hochkonzentriert. Vieles wird selbst erarbeitet, danach durchdiskutiert, von deutschen Managern mit Vorträgen bestätigt und die Praxis am Ende des Semesters durch Tagestrips in die Vorzeigefabriken und in Containerhäfen Chinas begutachtet. Die Vorlesung und auch das Thema alleine haben mich zum Mitmachen angeregt, ist doch China mit der Mischung aus Marktwirtschaft und staatlichen Eingriffen wirklich besonders. Meine Vorurteile, unsere Angst vor der asiatischen Konkurrenz und die hier erlernten Fakten haben mich zu neuen Gedankengängen motiviert, sowohl grenzüberschreitend als auch kritisch, und war somit für mich die einfachste Vorlesung. Von meinen einheimischen Kommilitonen wird die Vorlesung auf Grund der Vaterrolle des Professors (mir wäre es manchmal zu viel) und der Unterrichtsführung geliebt.
Kein Wunder, die meisten Vorlesungen sind hier Frontalunterricht. Zuhören - nichts sagen - auswendig lernen - Faktenprüfung. Auch wenn so mancher Professor neue Wege gehen will, sind es die Studenten hier nicht gewohnt und so verhallt eine Frage in großen Klassen im Nichts. Das Rumreichen des Mikrofons ist für die scheu-schüchternen Chinesen, selbst wenn sie die Antwort wissen, kein Grund diese laut mitzuteilen und so kann in mancher Vorlesung die Stellung einer Frage eine 5 minütige, zermürbende Wartephase folgen, die letztendlich von einem unaufgeforderten, aber ungeduldig-wissenherausschreienden Organ eines Exchange-Studenten unterbrochen wird.
Als Lehrerstochter muss ich meine Meinung zum Vorlesungsstil noch loswerden, welche mit der Meinung der meisten Exchange-Studenten einhergeht:
Der Frontalunterricht bringt wenig um die Chinesen das Mitdenken und somit freie und kritische Denken zu lehren. Doch selbst wenn die Vorlesung freier gestaltet wird, ist die Motivation das Thema mitzugestalten relativ gering. Dies liegt sicher auch darin begründet, dass es selbst in Hongkong Schulen gab, in denen man bei jeder "Warum-Frage" in die Ecke gestellt wurde. Die fehlende Motivation zeigt sich auch in Präsentationen, welche oft im Minimalstil, 1 Stunde vor Abgabe, vollendet wurden und zu so manchen Reibereien in internationalen Teamarbeiten führten. In den Prüfungen wird letztendlich das Wissen durch Multiple Choice abgefragt, welches ein reines auswendig lernen der Fakten zur Folge hat und hierbei für uns Andersdenkende solch überzogene Massstäbe hat, dass die meisten letztendlich demotiviert, frustriert aus der riesigen Prüfungshalle kommen. So wurde in "You and your environment" zwar über sämtliche Umweltkonferenzen der Ort oder die Jahreszahl abgefragt (1952, 1954 oder 1957), nicht aber um was es überhaupt ging. Mir kommen die Studenten oft wie ausführende Fließbandlerner vor, angetrieben vom Druck als politisch erzeugtes Einzelkind, 20 Stunden am Tag lernend, Nickerchen haltend auf dem Buch. Daher wundert es auch nicht, dass es scheinbar nicht selten vorkommt, dass ein Student am Ende des Semester dem Druck nicht mehr standhält.
Die Studenten die sich durchbeißen, haben letztendlich viele Fakten im Kopf aber in der Anwendung sieht es wieder mager aus. Ich denke letztendlich wird mir in Deutschland oft zu viel geprappelt und in China zuviel auswendig gelernt - die Mitte gestaltet hoffentlich die erfolgreiche Zukunft.
Trotz allem muss ich dazu sagen, dass die Bildung in Geisteswissenschaften eben auch etwas damit zu tun hat, wie groß der Wohlstand in einem Land ist. Auch die Generation unserer Eltern haben mehr handfestes gelernt und das am besten auswendig. Ich denke, dass auch dies eine Entwicklung ist, die China noch gehen muss, insofern die Politik dem nicht im Weg steht. Hier in Hongkong gibt es einige Studenten, welche Wohl die finanzielle Möglichkeit haben über den alleinigen Gedanken des Geldverdienens hinaus studieren zu können.
Trotz dem verbesserungswürdigen Vorlesungsstil ist die Universität schon sehr modern und bietet viel Luxus. Dabei ist die HKBU in Hongkong gerade mal auf dem 5. Platz. Doch millionenschwere Spenden und eine stolze Semestergebühr von 2100 Euro ermöglichen der Universität eine 5-stöckige Bücherei, viele Computerräume, die Sitze sind bepolstert, Sprachlabore jeder Sprache mit Fernsehräumen für nationale Filme, ein großes Filmstudio, eine Uniklinik und letztendlich eine sehr gute Organisation. Moodle und das Einschreibeverfahren funktioniert tadellos und durchdacht, das Druckerkontigent wurde in der Mitte des Semesters um 100 Blatt erhöht, alles was man sich ausdruckt wird von einem fleißigen Helfer in die nach Studentennummer unterteilten Fächer verteilt und kann 2 Minuten später abgeholt werden, Veranstaltungen werden über Facebook verbreitet und so wurde man anfangs zur Nutzung des internationalen StudiVZs gezwungen, was aber auch wirklich nicht vergleichbar und als Exchangestudent unverzichtbar ist.
Bei all dem könnte meine kritische Meinung bezüglich der Studiengebühren schon ins Schwanken geraten, aber der eigentliche Wohlstand äußert sich in den Räumlichkeiten der Student Residence Hall. Aber dazu nächstes Mal mehr.
So verbleibe ich mit Grüßen ins mehr oder weniger sommerliche Deutschland und wünsche Euch allen einen guten Start in die Woche, Iris
P.S.1. Watercolour Mitte des Semesters: Seit Neustem mache ich sogar im Watercolour als Einzige Überstunden bis Tief in die Nacht, mit dem Ergebnis, dass mein Bild so aussieht wie 4 Stunden zuvor, als meine Kommilitonen gingen...soviel zum Thema Perfektionismus abbauen.
P.S. 2. Watercolour gegen Semesterende: Tatsächlich habe ich inzwischen von meiner Professorin gesagt bekommen wie einzigartig mein Stil des Malens ist. Nachdem ich sichtlich erstaunt darüber war, meinte sie wörtlich übersetzt: "Die anderen haben Technik - du aber hast Persönlichkeit in deinen Bildern." Habe ich schon erwähnt, dass ich kreativ-tolerante Menschen liebe? Gut mein Zweifel an diesen Worten blieb, aber hat mich in den Malstunden bis morgens um 8 Uhr motiviert. Nun, nach Abgabe der letzten Finalwork, hat meine sicher Mitte 40-jährige Professorin dieses Gespräch tatsächlich erneut bekräftigt. Von Frau zu Frau, im Frauenklo von Kabine zu Kabine, versuche ich ihre Wort dieses Mal ernster zu nehmen, meinen Stil zu erkennen und werde die übrigen Farben nun eben doch mal ins Heimatpaket packen.
* Chinesen bedeutet hier zumeist Locals aus Hongkong, was man klar differenziert. Da allerdings auch Chinesen beiwohnen, als Int. Exchangestudenten oder als feste Mainlandstudenten benutze ich allgemein vereinfacht das Wort Chinesen. Im Übrigen müssen Mainlandchinesen 2000 Euro im Semester mehr bezahlen als die Studenten aus Hongkong.
- Meine unpolitische Sicht auf China
- 10 Tage reality observer
- Praktisches Campusleben
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- Hongkong ist nicht China -Auf nach Beijing Teil II





