Frohe Ostern

April 15, 2009 - Auckland, New Zealand

 

Zu aller Erst einmal: Wir hoffen ihr hattet genau so schöne Ostertage wie wir & der gute Hase hat euch reich beschenkt. Von unseren Eltern wissen wir, dass ihr super Wetter hattet. Wir haben Ostersonntag festgestellt, dass wir kein einziges Ei in unserer Kühlbox hatten. Fatal!Dazu aber später. Nachdem wir uns am 11. April einer Internetquelle bemächtigen konnten ;-), haben wir unsere ganzen Informationen online gestellt. (wie ihr sicherlich bemerkt habt)

Jetzt war es auch schon wieder 5 Uhr abends, wir befanden uns in „Franz Josef" und dort gibt es den „Franz Josef Glacier" Einen riesen Gletscher, den man in einem 1 ½ stündigen Marsch erreichen könnte. Mit Müsli gestärkt, haben wir uns auf den Weg gemacht. Erst ging es durch den Wald, dann durch eines dieser riesigen Flussbetten die es hier überall gibt. Das Land ist von der Natur ganz eindeutig auf große Unterschiede im Wasserspiegel eingestellt.

Der Gletscher war beeindruckend. Ein riesiger Eisblock der sich zwischen zwei noch riesigeren Bergen hindurch drückt. Ich weiß ja nicht wie viele Gletscher ihr in eurem Leben schon gesehen habt, aber für Kim und mich war es der Erste. Son Gletscher ist ne krasse Sache!

Jetzt wurde es allerdings auch schon ziemlich dunkel. Bei heißer Schokolade in einem Kaffee, haben wir unsere weiter Route geplant, und sind die dann auch gleich angetreten.

Auf gings nach Hokitika. Die Stadt, die die schönste an der Westküste sein sollte. Da waren wir gespannt. Als wir angekommen sind, war es stock finster, sah aber trotzdem hübsch aus. Endlich

mal wieder einen Schlafplatz gesucht und gefunden, und los geschnorchelt.

Beim aufwachen am rauschenden Meer, war es dann plötzlich Ostersonntag. Wie bereits angedeutet, haben wir voll Schrecken festgestellt, dass wir kein einziges Ei hatten. Also hatten wir auch eine kleine Eiersuche, in zwei Tankstellen und einer „Superette". (so heißen die kleinen Supermärkte hier) Dort sind wir dann auch fündig geworden.

Mit den frisch erworbenen Eiern sind wir dann auch zu unserem schönen Platz am Meer zurück gefahren, und haben dort auf einem Boot (es war allerdings aus Beton, und lang auf dem trockenen) lecker Eier gekocht und ausgiebig gefrühstückt. Die meisten von Euch wissen, dass ich (Julia) ein ausgesprochener Frühstücks-Mensch bin, (ohne Frühstück geht gar nix, und Rührei ist zu jeder Tages- und Nachtszeit möglich und nötig)) ein zwei Flammen-Gasherd tut dieser Eigenschaft keinen Abbruch.

In Hokitika sind wir dann noch ein wenig umher gewandert und haben einige Touri-Fotos geschossen, dann sollte unsere Fahrt aber auch schon weiter gehen, Richtung Greymouth. Der Weg dorthin führt uns immer weiter die wunderschöne „East-coast" Neuseelands hinauf. Wir wurden von vielen Leuten vor Stürmen und viel, viel Regen gewarnt. Bei strahlendem Sonnenschein und über 20 Grad war weder vom einen, noch vom anderen etwas zu spüren.

Greymouth sah uns viel zu langweilig aus, und da wir bei diesem herrlichen Wetter und der Landschaft sowieso viel lieber in der Natur sein wollten, sind wir einfach durchgefahren. Unser nächstes Ziel war der „Paparoa National Park". Er ist auch als der „Pancake-Park" bekannt. Die Felsen ragen aus dem Meer und sehen aus wie riesige Pfannkuchen die aufeinander gestapelt sind. Dazwischen rauscht das tosende Meer gegen die Klippen. Toller Anblick!

Ein paar Kilometer weiter südlich gehen wir einen weiteren Wanderweg durch den Dschungel und landen am Strand. Die Wellen der Westküste locken viele Surfer an, das können wir uns bei ihrer Größe gut vorstellen. Ein kleiner Wasserfalls plätschert aus der Klippe, alles ist wie es sein soll. Das Meer steigt nur irgendwie immer mehr an, da bleibt wenig Platz zwischen uns und den Klippen, also flüchten wir zum nächsten Strand. Weil das Wetter so schön ist und Kim den aussichtslosen Versuch starten will so braun zu werden wie ich :-) legen wir uns in den Sand und Kim geht sogar ins Meer. Leider versauen die Sandflies uns diesen Ausflug, also schon wieder Flucht. Man kann kaum von Flucht sprechen, bei dieser Landschaft die wir durchfahren. Die Southern Alps sind auf der Südinsel ja irgendwie fast überall gegenwärtig, aber ihre Vegetation verändert sich ununterbrochen. Jetzt haben wir das Gefühl wir sind in Kuba. Hügelig und alles voller Palmen. Als nächstes durchqueren wir Westport und fahren Richtung Ostküste mal wieder durch die Alpen. Wer das Gefühl hat wir fahren ein wenig zick-zack, der liegt nicht ganz falsch. Aber das mit den Autobahnen und Landstraßen sieht hier alles etwas anders aus, als in Deutschland. Autobahnen sehen nämlich aus wie unbedeutende Landstraßen, und sind zwar ganz gut verteilt, aber mit so einem riesigen Gebirge in der Mitte ist das mit den Wegen auch alles etwas komplizierter.

Unser nächster Stopp liegt in „Hanmer Springs". Hier gibt es warme Termalbäder und es ist so richtig schön touristisch. Wir haben nach 4 oder 5 Tagen das Bedürfnis zu duschen, und gönnen und deshalb den Luxus auf einem Campingplatz zu schlafen. Dafür bezahlen wir 6 Euro pro Person und dürfen Duschen, Küche usw. mit benutzen. Das ist ne gute Sache! Weil es hier so viele nette Lokale gibt, gehen wir sogar essen, und der Gaskocher bleibt aus. Schön angeduselt nach einer Flasche Rotwein begeben wir uns wieder nach Hause.

Am 13 wachen wir morgens auf und waschen mal wieder Wäsche. Dann geht’s frisch und fröhlich wieder mal auf die Straße. Diesesmal Richtung Kaikoura. Auch ein ziemlich touristischer Ort. Hier erkunden wir uns nach Möglichkeiten mit Delfinen schwimmen zu gehen und Wale anzugucken. Leider ist Ersteres nicht vor nächstem Freitag möglich, und Zweiteres sau teuer. Dann gehen wir eben nur niedliche, pelzige Robben bewundern und schieben das mit den Delfinen bis nach Picton auf. Mit einem Milchshake gestärkt fahren wir nun an der Ostküste Neuseelands Richtung Blenheim, was wir im Halbdunkel erreichen. Zwischendurch ist mir (Julia) siedend heiß eingefallen, dass ich Omas Geburtstag vergessen habe, also schnell ne Telefonkarte gekauft und angerufen. Dann auch noch schnell mit Mama telefoniert, und dann nur noch schlafen. Am 14. April stellen wir fest: Blenheim ist ganz schön groß! Für neuseeländische Verhältnisse auf jeden Fall. Ausserdem hat heute Papa Dirk (Kims Papa Dirk, nicht meiner) Geburtstag. ALLES; ALLES GUTE!!! Wir hoffen ganz doll, dass du genau so schönes Geburtstags Wetter hast wie wir, und einen schönen Tag genießen kannst!

Wir genießen diesen Tag mit Pancakes zum Frühstück und ein wenig Weinreben Begutachtung. Blenheim ist für seinen super Wein bekannt. Eigentlich wollten wir ne Weinprobe machen, aber da unsere Zeit langsam etwas knapp wird beschließen wir uns nicht nachmittags sinnlos zu besaufen, sondern weiter zu fahren. :-)

Durch die Marlborough Sounds fahren wir nach Picton. Wir haben wunderschöne Sonne und es ist schön warm. Nelson hat eine echte City und wenn Julia Geld hätte würde sie vermutlich ganz vile einkaufen gehen. Da das nicht der Fall ist, und ich eh schon Übergewicht habe (also im Koffer, nicht auf den Hüften...;-) ist es besser dass ich das nicht tue. Wir entdecken dass wir für 2,30 Euro pro Person in die Sauna gehen können, und entscheiden uns spontan dazu etwas für unsere Entspannung zu tun. Kim war danach so entspannt das er schon wieder im hinteren Teil des Vans liegt und mich anschnarcht. (das tut er seit Viertel vor 8, alte Schlafmütze)

Jetzt ist der 14. April schon wieder vorbei, und Morgen suchen wir uns mal wieder Internet um Euch mitzuteilen, was wir spannendes treiben. Danach geht’s in den „Abel Tasman National Park". Das ist die Station auf die ich mich am aller meisten freue, Wir wissen noch nicht wie wir den Park erkunden, das finden wir morgen heraus.

Wir senden Euch auf jeden Fall ganz viele Bilder und sonnige Grüße.

Wir finden Neuseeland immer besser! Gott sei Dank gehen wir uns nicht all zu sehr gegenseitig auf die Nerven, sondern genießen, dass wir das hier zusammen erleben können. Ich werde jetzt mal zu meinem kleinen Schnarchmonster unter die Decke kriechen, damit wir auch beide morgen früh fit sind.

Viele liebe Grüße, Drücker und Küsse!

 


Pictures

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1 Comment

Falk:
April 16, 2009
Hi Julia, Ich lese deine Reiseberichte, und würde am liebsten auch gleich wieder losfahren, muss aber leider noch ein bischen sparen. Es scheint an manchen Stellen ziemlich kalt zu sein (dicke Jacke, Pullover) aber wahrscheinlich egal, Hauptsache Landschaft. Ich wünsche euch weiterhin viel Spass,geniesst die Zeit, sie ist leider viel zu schnell vorbei. Au, jetzt hör ich mich schon an wie ein alter Sack, bin ich ja auch!!!
Also viel Spass und grüss die Südhalbkugel von mir.
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