Au revoir, du schöne Südinsel

April 17, 2009 - Wellington, New Zealand

Es ist Freitag der 17. April und wir sitzen bei schönem Sonnenschein auf der Fähre, die uns von Picton (Südinsel) nach Wellington (Nordinsel) bringt. Damit ist der erste und auch längste Abschnitt unserer Reise schon vorbei. Wir haben in den letzten Tagen aber noch sehr viele schöne Dinge erlebt.

Wie im letzten Bericht schon vorhergesagt, wollten wir am 16. in den „Abel Tasman National Park“. Wir haben einen Tagestrip gebucht, mit dem wir ziemlich viel vom Park erkunden wollten. Est sollten wir mit dem Wassertaxi ans nördliche Ende gebracht werden, dann mit dem Kayak in versteckte Buchten paddeln und schließlich zwei Stunden wandern. Das ganze mit einem Führer. Wir sind also am 17. ganz früh in Mokueka aufgestanden und haben uns bereit gemacht, für einen langen und spannenden Tag auf den Beinen. Blöderweise gab es zu dem leiten Regen dann auch noch eine Sturmwarnung, und unser toller Trip musste abgeblasen werden. Ich (Julia) war besonders traurig, weil ich mich so sehr auf den National Park gefreut habe. Es ist zwar verständlich das die Veranstalter nicht mit unerfahrenen Kayak Fahrern aufs Meer raus wollen, trotzdem schade. Wir sind bei ziemlichem Matsch-Wetter trotzdem Richtung Nationalpark gefahren, und haben dort ein Wassertaxi bis in die Mitte des Parks genommen, sind dann zwei Stunden umher gewandert und wurden schließlich wieder vom Wassertaxi abgeholt. Kim und mein Orientierungssinn machen sich Konkurrenz im nicht-vorhanden-sein, also haben wir uns zu aller Erst einmal verlaufen. Die anderen Leute haben wohl Wasserfälle gesehen, wir hingegen waren an einem super schönen Strand und sind über eine Schwingbrücke gelaufen. Das war auch spannend, aber hat irgendwie unseren Zeitplan etwas strapaziert, sodass wir nur mit sehr viel Glück rechtzeitig bei unserem Wassertaxi angekommen sind.

Wie war das doch gleich „das Glück ist mit den Dummen“ :-)

Wieder auf dem Boot, hat der Regen wieder eingesetzt. (Er hatte sich genau für unsere Wanderzeit

eine Auszeit gegönnt.

Wir sind total glücklich, dass wir trotz schlechten Wetters in den Park gefahren sind. Er ist wirklich so unbeschreiblich schön wie alle behaupten. Die Fotos sprechen Bände...

An diser Stelle hätten wir gerne viel mehr Zeit gehabt, um mehr von der Dschungel-artigen Gegend zu erkunden. Der 51 km lange Coast-track zieht sich durch den ganzen Park, und ist eine beliebte Wanderstrecke. Dafür braucht man aber eindeutig mehrere Tage (außer man ist Christoph).

Ziemlich nass und kalt sitzen wir um 13°° Uhr wieder in unserem Haus und fahren los Richtung Nelson. Da haben wir schon die letzten zwei Tage verbracht. Die Stadt liegt sowieso auf dem Weg, und wir wollen uns noch unser Geld für den Tagestrip wieder holen, der ausgefallen ist. Das hat auch alles sehr gut geklappt.

Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Picton, denn hier wird unsere schon gebuchte Fähre am nächsten Morgen um 8°° Uhr ablegen. Wir gönnen uns mal wieder eine Nacht auf dem Campingplatz mit Duschen und der Möglichkeit Wäsche zu waschen. Herrlich, wie man lernt diese sonst so alltäglichen Dinge zu schätzen.

Das Wetter steht nun wieder auf unserer Seite, und wir hoffen es bleibt so. Bis jetzt hatten wir die meiste Zeit sehr gutes Wetter. Wahrscheinlich hält sich das mit dem Wetter in Deutschland die Wage. In einer Stunde kommen wir in „windy Wellington“ an. Das letzte mal, als ich hier war, hatte ich eine so tolle Zeit. Ich freue mich schon darauf Kim alles zu zeigen. (der liegt übrigens mal wieder auf einer Couch neben mir und schläft :-D ) Wir wollen in Wellington auch schon unseren Van online stellen, damit wir ihn dann in ein paar Tagen in Auckland schon wieder verkaufen können. Wahnsinn, wie schnell diese Zeit vergeht, und auf jeden Fall auch schade. Aber wir genießen was noch von ihr übrig geblieben ist...


Pictures

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3 Comments

Biggi:
April 19, 2009
Wie immer habt Ihr uns mit den wunderschönen Fotos erfreut und durch den Reisebericht ein bißchen teilhaben lassen an Euren Erlebnissen - für die letzten Tage wünschen wir Euch Traumwetter und alles, was Ihr Euch noch so vorgenommen habt, aber wir freuen uns auch schon auf die mündlichen Berichte, die ja jetzt schon gar nicht mehr sooo weit weg sind! Alles Liebe von zuhause!
Biggi:
April 20, 2009
Mir ist gerade noch was ganz wichtiges eingefallen: Könnt Ihr nicht bitte ein paar Ableger mitbringen??
Z.B. vom Agapanthus (das, was bei Chanel zuhause fast heckenartig wächst, viele grüne schmale Blätter und kugelige blaue oder weiße Blütenbälle auf dünnen Stengeln.)
Herbst in Neuseeland ist bestimmt die beste Zeit zum Ausgraben und Frühling in Deutschland die beste Zeit zum Wiedereingraben...
bleibt nur das klitzekleine Problem mit dem Transport und das löst Ihr bestimmt irgendwie?!
Liebe sonnige Grüße aus Müden
H.Habenicht:
April 23, 2009
Hallo Ihr Lieben, habe heute erst erfahren, dass ich euch auch schreiben kann. Eure Berichte sind ja wunderbar, man hat das Gefühl,man ist ein bisschen bei Euch. Leider werde ich durch meine Flugangst wahrscheinlich nie in den Genuss kommmen, so ferne Länder mit ihrer eizigartigen Natur kennenzulernen. Ich freue mich aber sehr für Kim, dass er nicht meine Erbanlagen hat. Er wollte ja schon mit 4 1/2 Jahren in ferne Länder ziehen. Da ist er mit seinem Dreirad ausgerissen und war schon fast in Böckelse. Ich freue mich auf viele viele mündliche Berichte. Soll ich Kim vom Flughafen abholen? Wünsche noch tolle Stunden auf der anderen Seite der Erdkugel und natürlich einen ruhigen Rückflug. Hab Euch lieb
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