... und Welten aufeinandertreffen.
Ich bin morgens um 3 dort gelandet und war erstmal hin und weg also ich 5 min spaeter den Flughafen mit Visum, Gepaeck und Singapur Dollars verliess… hier sind sie wirklich auf Reisende eingestellt, anscheinend bleibt der Durchschnittsreisende 3,2 Tage hier. Hat mir Anthony erzaehlt, den kenn ich von Couchsurfing und ich habe 3 Naechte in seinem Haus gewohnt, er hat mir die Stadt gezeigt, mich herumkutschiert in seinem Auto und mir drinks gezahlt, er meinte ich bin schliesslich sein Gast. Ausserdem hatten wir jede Menge Wein und Bier zur Verfuegung, er bekommt das Zeug naemlich zollfrei. Er ist Mitarbeiter der britischen Botschaft und wohnt allein in einem riesigen Kolonialhaus nahe dem Stadtzentrum, das wahrscheinlich unbezahlbar ist, aber die Briten haben nen guten Deal mit ihrer alten Kolonie und so lebte ich 3 Tage im totalen Luxus, zwischen aufragenden Hochhaeusern wo eine Familie in 2 Raeumen untergebracht ist.
Da er fuer Businessbeaiehungen zwischen beiden Laendern verantwortlich ist, weiss er jede Menge ueber Singapur. Zum Beispiel ist die Bevoelkerung momentan 4.6 Mio Menschen und soll baldmoeglichst auf 6.5 angehoben werde. Dafuer bauen sie wie verrueckt und ich glaube das fusst alles eher auf dem Groessenwahn, ueber solch eine Menge von Menschen regieren zu wollen… hier is alles geplant und gelenkt. Die Haeuser werden von der Regierung gebaut und auch Wohnungsweise verkauft. Anscheinend hat so Singapur weltweit den hoechsten Anteil an Wohneigentum mit ueber 90%. Die Haeuser werden anteilsmaessig mit Menschen aus China, Malaysia etc. “bestueckt” und wenn irgendwo ne chinesische Familie auszieht, dann zieht auch wieder ne chinesische Familie ein. Damit wird das Entstehen von Ghettos wie wir sie in Deutschland haben, vermieden.
Einige Fragen hatten wir dann aber doch:
Warum sind die Chinesen alle bis ins hohe Alter so duenn?
Warum tragen so viele Chinesen eine Brille?
Gibt es regendichte Kopftuecher fuer die Moslemfrauen?
Wohin ziehen gemischte Familien?
Und wer ist eigentlich Singapurianer?
Die Insel ist klug in Wohnflaeche und Industrie getrennt, baden kann man aber leider nirgends und selbst mit dem Boot zu fahren ist nicht besonders attraktiv. Dafuer muss man hier nie kochen, es gibt so viel Essen auf der Strasse von guter Qualitaet und guenstig, dass man bis zu 7 Mahlzeiten am Tag zu sich nimmt. Dabei schmeckt irgendwie alles gut wenn man asiatisches Essen mag und weils ueberall immer gut riecht ist man auch staendig hungrig und die Foodcourts sind nie mehr als 10 min entfernt und meistens hat man eh erst hunger wenn man davor steht.
Das weisse Baumwollknaeuel auf meinem Kopf sind uebrigens meine Haare, von der Sonne gebleicht, vom Duschen mehrmals taeglich ausgetrocknet und von der Luftfeuchtigkeit aufgetuermt. Die Haut klebt hier an allem was sie beruehrt, Kleidung, Stuehle, andere Menschen... das ist schon unangenehm. Die meisten Wege fuehren hier von Klimaanlage zu Klimaanlage und von Schatten zu Schatten. Und so steht einem schon vor dem Verzehr eines Thai Currys der Schweiss auf Stirn, Oberlippe und Wange. Wie die ganzen Businessleute das mit Hemden und langen Hosen machen, ist mir schleierhaft. und a propos Schleier, von all den tapferen muslimischen Frauen ganz zu schweigen.





Oliver K der häufig in Singapur ist meinte nach zögerlichem Nachdenken .. nur Seefood , alles andere
geht wohl tierisch auf die Verdauung. das gefährlichste ist wohl das Wasser bzw die Bakteien.
Ich bewundere dich für deinen Mut das so alles durchzuziehen , allein die Esstematig währe ein grund um gewisse Länder einen Bogen zu machen.
In bestimmten Ländern ist ein Schnitzel in Rohform vor dem Anbraten wohl das ekelhafteste was diese Menschen sich vorstellen können, für Mich Uns Undenkbar. P.S: wo ist das Bild mit den Wollknäul auf dem Kopf???