Gran Vilaya heisst die Strecke und eigentlich macht man sie in 4-5 Tagen... ich hab aber nur 3 Tage Zeit und bin ja gut zu Fuss, zumindest hab ich die Strecke zum Gocta ueberlebt ;o) am ersten Tag gehen wir in die Hoehle Quiocta, die wir mit einem Fuehrer, Gummistiefeln und ner Lampe besuchen. Die Hoehle hat dann 6 riesige Hallen, die von den Chachapoyas exakt rund oder rechteckig ausgehoehlt worden und zu verschiedenen Zwecken genutzt worden sind. Tropfsteine gibts nur wenige, die sind dafuer um so eindrucksvoller, einige haben Gesichter von Inkas, was ich natuerlich fuer Zufall halte... schaut euch die Bilder an so bald sie da sind.
Zweites Ziel sind die Sakrophage von Carajia in einem Flusstal in der Naehe. Die Figuren stehen unerreichbar an einem Berghang und enthalten mumifizierte Vorfahren der Chachapoyas, der ganze Berg ist voll davon. Zum Mumifizieren benutzte diese Praeinka-Kultur aehnlich ekelhafte Techniken wie die Aegypter, neben Balsamierung mit Kraeutern etc. wurde das Gehirn ebenfalls durch die Nase entfernt und die Eingeweide durch den Anus... also wer denkt, er haette nen Scheissjob...
Weiter gehts im Valle Belen, wo sich ein Fluss auf 12 km schlangenfoermig durch ein von Felsen in allen Farben eingefasstes Tal zieht, unbeschreiblich und meine Fotos sind ne echte Enttaeuschung... ca 15 km haben wir vor uns, 7h zu Fuss. Die Berge, die wir dabei ueberwinden sind beeindruckend und schon nach kurzer Zeit stehen wir im Regen, da Wolken die Berggipfel komplett einnehmen und sich durch die Taeler ziehen... ich koennt mich den ganzen Tag mit nehm Regenponcho und nem Schaukelstuhl an die Talsohle eines dieser Berge setzen und den Wolken beim Vorbeiziehen zuschauen... und recht schnell wuensche ich mir auch genau das, denn der Guide ist ein wahnsinniger Uebermensch, der uns nur so ueber die Steinpisten jagt. Uff. In der letzten Stunde abends, von halb 7 bis halb 8 abends, genau, im Dunkeln und ich nachtblind, ueberwinden wir 800 Hoehenmeter auf vom Regen aufgeweichten Pisten mit handgrossen Steinen, die meine Fuesse anschwellen lassen und blau einfaerben... von Geruechen will ich garnicht erst anfangen, das sehr einfache Haus ohne fliessend Wasser neben einem kleinen Gebirgsbach hat zum Glueck keine geschlossenen Raeume und wir essen auf der Terrasse ;o)
