Festivaltechnisch ist hier in Perth auch grade die Hölle los. Da ich noch pleiter bin als je zuvor, hab ich mir keine Eintrittskarte kaufen können und bin nur abends zum Festival gefahren. Hier spielt die letzte Band bis um 10 abends ;o) damit auch jeder noch schön mit den Öffentlichen nach Hause fahren kann und alles ganz sicher ist.
Das war dann auch ne super Idee, man konnte nämlich die Bühne sehr gut sehen und da alles open air war, konnte man die Musik in angenehmer Lautstärke und unverminderter Qualität genießen. Wir standen mit vielen anderen Leuten auf einem Graswall gegenüber von der Bühne und alle tanzten und genossen die Musik. Am Zaun stand alle 4m ein Security und ich dachte eigentlich, dass das mal wieder der übertriebene Sicherheitsanspruch der Australier ist, dem hier gerecht wird. Doch plötzlich brach einer aus der Menschenmenge aus, rannte zum Zaun zwischen zwei Ordnern und zack! hüpfte mit einem eleganten Schwung über die Absperrung. Der Wahl des Ortes war allerdings ne ziemlich dumme Idee, dahinter war nämlich nochmal ein Zaun, der als Dreieck zur Stütze der ersten Reihe angebracht war. Noch ein Satz, und er hatte sich 120 Dollar Festivaleintritt gespart. Die Ordner reagierten noch nicht mal, so schnell ging die ganze Aktion. Unglaublich, und so überlegten wohl noch einige Leute mehr, ob sich das noch lohnt... und die Ordner sorgten für einen Meter Sicherheitsabstand zwischen Passanten und Zaun.
Wir haben uns dann überlegt, ob sich das vielleicht rechnet: anstelle eines Vertrags im Fitnessstudio mieten wir uns einen Zaun bei Rent a Fence und trainieren den Sommer über, das Ding zu überqueren... damit sparen wir uns auch noch den Eintritt zu den Festivals und sehen alle Bands schliesslich doch noch von Nahe... find ick jut.
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