Ich hab mich mit den Couchsurfern schon für mittags in ein Irish Pub verabredet, einige davon sind irisch und wir hatten die Idee, ich könnte sie ja interviewen. Dazu kams dann am Schluss natürlich nicht, das könnt ihr euch auch denken. Also Bettina mitgeschleppt, die meinte sie wollte eigentlich garnicht... und ab nach Subiaco. Dort haben wir dann auch die meiste Zeit im Irish Club verbracht, mit blöden Hüten auf dem Kopf, Guiness in der Hand und verschiedenen Folk Bands oder tanzenden Kindern als Programm. Als wir spät von da aufbrachen, hat es die Hälfte der Gruppe schon nicht mehr in den Zug nach Northbridge geschafft und wir waren noch zu viert also wir im Rosi O'Grady's ankamen... dort war dann die Hölle los, die Straße abgesperrt, ne Band spielte und wir tanzten und tranken weiter. Als draußen geschlossen werden musste, feierten wir drinnen weiter. Ich lief mal los um ne Runde durchs Pub zu drehen, was echt riesig ist, weil ich angenervt war, dass Carlos nur die ganze Zeit damit beschäftigt war, nen Freund für Bettina zu suchen. Die hatte wohl schon einen geküsst und fand aber der küsst nicht gut... Ich ließ die beiden allein und hab sie dann auch nicht mehr wieder gefunden. Bis Bettina mich plötzlich anrief, sie sitze mit ihren Mitbewohnern in einem Taxi und sei auf dem Weg nach Hause. Prima, wir hatten uns ursprünglich mit ihren Mitbewohnern in diesem Pub verabredet um uns ein Taxi zu teilen weil ich, wie Bettina sehr gut wusste, kein Geld für ein Taxi allein hatte. Das kostet so ca. 17$. Sie hatte mir versprochen, dass wir uns zumindest zu zweit das Taxi teilen um kein Vermögen auszugeben. Und dann das. Ich machte mich also auf den Heimweg, zu Fuß aus Northbridge nach Mount Lawley. An der Tür traf ich Carlos, mit dem ich seit 2 Wochen ausgehe. Ich erklärte ihm, was passiert ist und dass ich jetzt heim laufen muss, weil ich keine Kohle mehr habe und dass ich gleich los muss, weil ich am nächsten Tag um 10 arbeiten muss, mein erster Tag mit der Agentur in einem neuen Büro. Und es war schon halb 2 nachts und wir tranken seit 4 Uhr nachmittags... er sagt nur, er wolle bleiben und weg war er. Carlos rief mich dann unterwegs an, er sei jetzt am Wohnheim bei mir zu Hause und warte dort auf mich. Ich hab ihn nach Hause geschickt, er wohnt nochmal ne halbe Stunde weiter im Norden, mit dem Auto, und ich hab keine Ahnung, was er an meinem Haus wollte. Es ist nämlich verboten, Leute bei sich übernachten zu lassen. Das muss mann beim Housing Office beantragen, dann bekommt man ein Formular auf dem alle Mitbewohner unterschreiben müssen, dass sie einverstanden sind. Das kann man bis zu dreimal (!) machen in einem Semester.
Mein Heimweg dauerte dann 1,5 h und um 3 war ich endlich zu Hause.Krass wie ruhig Perth nachts ist, keiner ist auf der Straße und meinletztes Stück weg geht durch einen Park... brrrr.Aber ich habs geschafft und sank in die Kissen, den Wecker auf halb 9 gestellt, 5,5 Stunden Schlaf, das geht schon. Um 5 morgens ging dann der Feueralarm in meinem Haus los und wir wurden evakuiert. Security und Feuerwehr rückten an und das ganze Student Village war auf den Beinen. Der Alarm schellte eine halbe Stunde vor meiner Zimmertür und an Schlaf war nicht mehr zu denken.
Der Job am nächsten Tag war dann, auf das Telefon aufzupassen während die Belegschaft auf ner Abschiedsparty ist. Ich war nur damit beschäftigt, nicht zu brechen und nicht einzuschlafen und froh, dass es nur vier Stunden waren, die ich da zubringen musste. Der Job war ne einmalige Sache, die Agentur sagt, sie melden sich, wenns wieder was gibt. Ich hab mir vorsichtshalber nen neuen Job gesucht ;o) und fange am Mittwoch an, Produkte bei Telstra zu erklären. Das ist sowas wie die Telekom hier in Australien und ich bekomme ne Schulung in Internet und Netzwerksachen, was für Vokabular und Fachwissen sicher hilfreich ist. Was soll ich sagen - am Dienstag bleibe ich daheim ;o) oder gehe mit anderen "Freunden" aus, die mich nicht hängenlassen.
- Singapur – wo die Welt aufeinandertrifft
- mein Visum laeuft ab...
- fleissig am Arbeiten...
- Ei in der Mikrowelle
- Falsche Freunde in Margaret River

sehr schnell wieder eine Neue Küche abzubauen um funktionsfähig zu sein.
Die tun sie aber auch nur dann wenn Du Deine lektion gelernt hast. Wahre Freunde kannst Du nach Jahren wieder treffen , es wird sich nix geändert haben . Die hohe Kunst des Lebens besteht darin dies unterscheiden zu können und die entsprechenden Entscheidungen zu treffen .
Machj Dir nix draus , mit meinen fast 50Jahren trete ich noch immer ( aber immer seltener ) in den Haufen den irgedwer hat fallen lassen. Man sollte dabei den Glauben an die Menschen an sich nicht aufgeben, sonst Kann man es ja gleich lasen und meine erfahrungen bescheren mir Doch häufig auch erfolgserlebnisse die alles Andere aufwiegen.