Zwei Fragen, die ich mir schon ordentlich durch den Kopf gehen lassen wollte/ sollte, waren: Warum will ich das machen und was verspreche ich mir davon?
Erstere ist sehr leicht zu beantworten: Weil ich es schon immer machen wollte.
Irgendwie glaubte ich, es nicht alleine durchzuziehen, aber jetzt, wo keiner da ist, will ich bis dahin niemanden mehr kennenlernen, den ich nicht für einige Monate oder gar ein/ zwei Jahre zurücklassen könnte.
Die Antwort klingt vielleicht ein bißchen dünn, aber mal ehrlich: Alles, was man tut, tut man in erster Linie, weil man es schlicht will.
Aber alle anderen Motive sind mehr oder weniger auf der zweiten Ebene anzusiedeln - die Gründe, warum ich es schon immer machen wollte, sind also:
- die Welt kennenlernen (wer will das nicht)
- unterwegs sein um des Unterwegs-Seins willen
- immer auf der Suche nach dem wirklich Wesentlichen zu sein - und wie kann man besser einschätzen, ob man das wirklich Wesentliche gefunden hat, als es im globalen Kontext zu relativieren?
- die Schönheit dieser Erde mal mit eigenen Augen sehen und am eigenen Körper erleben - auch wenn ich vor gewissen Dingen schon etwas Respekt habe, aber wenn ich nicht geradezu mitten ins schwarze Chaos laufen würde, wär ich vermutlich nicht mehr ich selbst
- Menschen, Kulturen, Sprachen, Religionen - menschliche Lebensformen überhaupt...
Diese Liste wäre beliebig lang, wenn ich wollte. Schließlich bin ich auf der Erde, um mich mit möglichst allem einmal auseinanderzusetzen. (Außer Bürokratie - na gut, auseinandersetzen vielleicht - aber verstehen? Ich versuchs nicht mal.)
Um zur zweiten Frage zu kommen, ich erwarte nicht wirklich etwas, denn
- es kommt sowieso immer anders, als man denkt. Und
- ist das "Wesentliche" vermutlich unwesentlich, denn alles wird in der Summe der Eindrücke und Erfahrungen zu Nichts relativiert. Doch was ich daraus bisher gelernt habe: Allem nur die Bedeutung zumessen, die mindest-notwendig erscheint - und glücklich damit werden.