Canoa heißt das kleine Örtchen, zu dem wir uns chauffieren ließen. Wir sind 9 Leute aus Australien, Großbritannien und Amiland (und Deutschland natürlich), die sich alle durch Paula zusammen gefunden haben. Und Paula hat uns nen Kleinbus mit Fahrer organisiert. Fühlte mich ziemlich priviligiert, nicht den normalen Reisebus zu nehmen, aber der Fahrer hat auf jeden Fall gut an uns verdient und kann das Geld wohl gebrauchen... Als wir da morgens um 9 nach 9 Stunden Fahrt ankamen, regnete es. Besser warm und Regen als kalt und Regen (=Quito). Der bewölkte Tag lud ein zu Pfannkuchen, Strandspaziergang, Schwimmen, Cocktails trinken und schlafen.
Am Samstag Morgen entschieden sich vier von uns zu einer kleinen Mountainbike-Tour aufzubrechen, um uns die Gegend und nen Ökohof anzugucken. Danach wollten wir den Tag dann so ab 14 Uhr gemütlich am Strand ausklingen lassen. Nach einigen Verlusten auf dem Weg (Amy und Oliver) kamen Michelle und ich dann schließlich auf diesem Hof an. Ohne Bikes, denn die mussten wir ein paar Häuser zuvor zurücklassen, da sich die Räder, verstopft von Schlamm, weder vor noch zurück bewegen ließen und wir sie die letzten Meter sogar tragen mussten.
Auf diesem Hof wurden wir dann von der Haushälterin gezwungen, unsere Schuhe mit dem Gartenschlauch zu waschen - super Idee, ich durfte den Rest des Tages in vor Wasser driefenden Schuhen verbringen. Dann waren wir gefangen. Wir fragten nach einem Pick-Up, der uns zurück bringen könnte und bekamen auch positive Antwort. Um 16 Uhr könnte uns jemand mitnehmen, also nur 2h warten. Also willigten wir in eine Führung auf dem Hof ein - interessante Sachen hatten die da. Kompostmachende Regenwürmer, wasserreinigende Steine, gasproduzierendes Fäkalienlager, kaffeebohnentrocknendes Glashaus, etc.. Pick-Up kam nicht. Also schlossen wir uns so einer Touri-Gruppe an, die Schokolade machen wollte. Jeder musste mal im Topf rühren, alle quietschten vor Vergnügen - und ich fragte mich, was genau ich eigentlich hier mache... Pick-Up kam nicht. Die anderen Touristen machten Ringe aus Palmfrucht. Ich auch. Warum auch immer. Pick-Up kam nicht. Irgendwann ertönte ein Motorengeräusch fern aus der Dunkelheit. Die Rettung!
Wir luden auf dem Weg die Räder auf und bemerkten leider erst später, dass die netten Leute da den ganzen Schlamm beseitigt hatten... In Canoa von der Pritsche kletternd freute ich mich auf das Bad im Meer. Nach unserem Strandtag im Wald war es herrlich, den ganzen Matsch im warmen Wasser abzuspülen. Später wagte ich mich noch in eine Bar-Disco, aber da die Musik eher unerträglich als schön war und die anderen, die noch nicht im Bett waren, sich gegenseitig langweilten, ließ ich den Abend in der Hängematte ausklingen.
Und am nächsten Morgen um 11 ging´s dann wieder zurück ins kalte Quito.
- Ihr seid ja verrückt!!
- Besser hätte ich´s auch nicht beschreiben können
- Punk
- Es geht leider auch anders
- Schlamm, Strand, Regen, Meer




