also, da ich die letzte woche keine moeglichkeit hatte zu schreiben und ziemlich passiert ist werde ich es stueckchenweise aufrollen.
also zunaechst einmal das lepra krankenhaus:
maddie und ich sind dienstag abgeholt worden und mit anderen volunteers (jannette, janice, ellie und karolina) zum krankenhaus gefahren worden. dort hatten wir ein kleines suesses gasthaeuschen, mit westlichen toiletten und duschen (!!!). sehr schoen!
am mittwoch morgen dann hat uns eine physiotherapeutin, die in dem krankenhaus arbeitet eine kurze einweisung gegeben und uns alles ueber lepra erklaert. es war sehr interessant und hilfreich um die krankheit und die patienten besser zu verstehen. lepra ist eine krankheit, die das nervensystem angreift. solange die krankheit frueh genug erkannt wird ist sie auch komplett heilbar und der patient hat keine behinderungen oder aehnliches! im etwas fortgeschrittenerem stadium verkrampefen sich haende und fuesse und es kommt zu sogenannten klauenhaenden/fingern. auch in diesem stadium ist lepra komplett heilbar und durch eine plastische operation kann die hand/der fuss gerettet werden und sieht dann wieder normal aus. das naechste stadium ist wenn man das gefuehl in den haenden/fuessen verliert, das ist irreversibel. danach folgt muskelverkuerzung und die finger werden allmaehlich kuerzer und sehen verstuemmelt aus. sie fallen nicht ab, wie viele glauben!
nunja nach dieser einleitung haben wir die patienten besucht. wir haben viele verschiedene faelle gesehen, faelle im anfangsstadium, sowie welche im endstadium. aber es ist erstaunlich: die patienten verhalten sich keineswegs griesgraemig, verbittert oder als waeren sie karnk. nein im gegenteil, sie sind voller lebensfreude, laecheln und lachen und schauen glucklich aus. ich war sehr geruehrt als wir eine ganz alte frau gesehen haben bei der die finger schon alle verbogen, verkuerzt und verkrueppelt waren und sie ihre haende zusammengehalten hat- die geste fuer ein sehr hoefliches und respektvolles hallo.
spaeter haben wir dann eine operation gesehen. es wurde der vorderfuss amputiert, also alles bis auf die ferse wurde amputiert. es war unglaublich! in dem anderen krankenhaus habe ich bisher ja nur gynaekologische operationen gesehen. dies war also wirklich mal was anderes! es war unglaublich interessant, aber auch ziemlich brutal. sie gehen bei dieser operation nicht gerade sanft oder besonders praezise vor. und der patient war noch nicht mal unter vollnarkose sonder nur unter oertlicher narkose. im verlaufe der operation hat die krankenschwester ihm seine sichtschutzmaske abgenommen und er konnte zusehen wie sein fuss amputiert wurde. da war ich wirklich schockiert muss ich gestehen!
der naechste tag war leider nicht so spannend, wir haben zugeschaut wie die patienten neu bandagiert wuirden, aber das wars dann auch schon!
bin dann abends wieder zurueck nach haus gefahren!
diese erfahrung im ,leprakrankenhaus war super und ich bin froh, dass ich die chance hatte das zu sehen. solche faelle wuerde man in deutschland niemals sehen.
leprosy hospital
August 6, 2007
1 Comment
Ute:
August 9, 2007
Liebe Sarah, nachdem ich mit deiner Ma telefoniert habe (sie ist sooooo stolz auf dich!!!!! und wir auch!!!!!), habe ich mir endlich auch mal einige deiner erlebnisberichte durchgelesen. wahnsinn!!! das meiste ist für uns ja wirklich unvorstellbar!! was du alles gesehen und miterlebst hast - unglaublich! und es ist so toll, dass du alles so gut "wegsteckst", keine üblen Nebenerscheinungen durchmachen mußt und dass dir das essen so gut schmeckt! Wir wünschen dir weiterhin eine gute zeit und dass du heile und gesund wieder im regnerischen deutschland ankommst! ganz liebe grüße von deinem onkel wilhelm und mir!
