hier bin ich endlich wieder. Es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht mehr melden konnte, aber ich war viel unterwegs und hatte nicht die Moeglichkeit Computer zu suchen, wo ich fuer laengere Zeit Zugang habe. Aber jetzt habe ich einiges zu erzaehlen!
Nach Philadelphia bin ich wie geplant wieder mit dem Zug nach Washington gefahren, allerdings noch ohne Unterkunft. Ich konnte dann aber gluecklicherweise im Hostel noch einen Platz ergattern, nachdem ich etwa 100mal angerufen habe. 3mal war eine Frau am Hoerer, die sagte, dass alles ausgebucht sei und beim 4ten Mal war ein Mann dran und ploetzlich war dann ein Bett frei....komisch! Aber Glueck fuer mich!! Ich bin dann um ca. 4 Uhr nachmittags im Hostel angekommen und habe dort gleich Valerio getroffen, den ich kurz in New York gesprochen habe und er hat gesagt, dass abends eine Fuehrung durch einen Teil der Stadt namens Dupont Circle stattfindet und dass ich da mitgehen soll. Das habe ich dann auch gemacht und habe dadurch sehr viele nette Leute kennengelernt. U.a. 3 Maedchen, die in Chicago als Aupair arbeiten und in Washington auf Besuch waren. Alessia aus Italien, Camlia aus Brasilien und Ana aus Mexiko. Wir haben uns dann fuer den naechsten Tag und fuer Sightseeing verabredet.
In D.C. gibt es einen Teil namens The Mall, wo man eigentlich alle wichtigen Sehenswuerdigkeiten findet. Das ist eine lange gerade Route mit schoene Spazierwegen von Ost nach West und unterwegs kommt man an allen grossen Museen vorbei und geht vom Lincoln Memorial bis zum Capitol. Schlussendlich waren wir dann zu 6t, Alessia, Ana, Camila, Valerio (Italien) und Ben (England). Das Wetter war super und wir hatten viel Spass beim Entlanggehen dieser Mall. Washington ist eine wunderschoene Stadt, sehr sauber, schoene Gebaude und SEHR viel Polizei und Sicherheitspersonal! Das Highlight unseres Spaziergangs war natuerlich das Weisse Haus, keine Frage. Ein tolles Haus mit schoenem Garten und einem kleinen Park davor. Man haette fuer viel Geld eine Fuehrung mitmachen koennen, die einem das Innere des Hauses zeigt, doch so viel Interesse am Wohnsitz dieses netten Praesidenten wollte ich dann doch nicht zeigen...
Chinatown war auch lustig, obwohl es kein wirkliches Chinatown ist im Vergleich zu New York. Im D.C. Chinatown befanden sich einfach viele Restaurants und Shops, aber wirklich China war es nicht, eher eine Moechtegernchinatown. Aber trotzdem schoen und gut zum Essen, weil es sonst im Gebiet der Mall praktisch keine Essensmoeglichkeiten gibt. Am Abend sind wir dann noch auf ein letztes Dinner zusammen ausgegange, weil am naechsten Tag alle wieder abreisten ausser mir
Ganz alleine habe ich mich dann am naechsten Tag nochmals aufgemacht und habe mir das Capitol, den Sitz des Rests der Regierung, angeschaut. Ein wahnsinns Palast, so riesig!!! Am morgen hatte ich beim Fruehstueck noch die Bekanntschaft mit einem Englaender und einer Amerikanerin gemacht. Kevin und Catelyn. Ich habe Catelyn erzaehlt, dass ich evtl. nach Asheville NC fahren moechte, weil Jordy mir davon erzaehlt hatte und es sehr schoen sein soll da und es stellte sich dann heraus, dass sie dort lebt und so hat sie mir die Adressen ihrer Freunde gegeben, damit ich dort uebernachten koennte. Das waere also eine super Moeglichkeit gewesen, diese Stadt kennenzulernen. Aber schlussendlich habe ich mich dann fuer New Bern NC entschieden, weil sich dort waehrend der Kolonialzeit Schweizer niederliessen und eben dieses New Bern gruendeten. Ich wollte einfach umbedingt noch weiter suedlich und das Suedstaatenflair erleben. Und dann war da noch dieser Kevin, der mich unbedingt mit seinem Auto nach Nashville mitnehmen wollte, wo ich eigentlich auch sehr gerne hingegangen waere, aber das war mir a) ein wenig zuu weit und b) wollte ich nicht mit ihm alleine dorthin gehen. Er war wohl nett, aber das waere mir irgendwie unangenehm gewesen. Ich kannte den ja kaum und somit habe ich abgelehnt und bin dann wie gesagt alleine auf Stadtbesichtigung. Es ist also wirklich leicht, Leute kennenzulernen und Kontakte zu knuepfen, die einem wieder in eine neue Stadt bringen und man kann sich das aussuchen, wozu man am meisten Lust hat. Das ist wirklich eine tolle Sache!!!
Am Abend vor meiner Abreise gab es in meinem Zimmer noch eine Neue, Tanja aus Daenemark, mit der ich mich dann noch ein wenig unterhalten habe. Sie studiert in Florida fuer 6 Monate und war fuer einen Ausflug nach Washington gekommen. Sie hat mich spaeter noch 2 daenischen Freunden vorgestellt, die sie am Nachmittag kennengelernt hatte und so habe ich mit den 3 Daenen und mit Catelyn einen ruhigen und gemuetlichen Abend verbracht und nebenbei zum ersten Mal meine Waesche gemacht
Ja, das wars "schon" aus Washington, leider kann ich die Fotos erst spaeter raufladen. Ich schreibe aber dann auch gleich noch weiter, wies in New Bern war und was ich sonst noch so erlebt habe.
Ich danke euch allen wieder fuer eure Berichte und SMS und hoffe, ich melde mich oft genug bei euch, so dass ihr mich nicht vergesst!
Bis bald,
Steffi
