Soo.....nach langer Zeit mal wieder ein Blogeintrag.....von der Reise auf die von uns am weitesten entfernten Nachbarinseln....
Anlass war ein Frisbee-Turnier (Triangular, also zwischen den drei Frisbee-Mannschaften der Canarischen Inseln Lanzarote, Gran Canaria, Teneriffa), das das letzte JanuarWE auf Lanzarote stattfinden sollte.
Los gings am 27.1. (nachdem wir, Anika und ich, am 26. unsere lezte Klausur geschieben hatten) um 7:15h mit dem Flieger nach Fuerteventura, wo wir von den beiden schon Montag hingeflogenen Jungs mit Abholservice vom Flughafen (wir hatten ein Auto gemietet) und lecker Fruehstueck in unserem Apartment in Tarajalejo emfangen wurden....spitze! Danach gings auf Entdeckungstour in den Suedzipfel der Insel, wo wir uns ein Minimuseum anschauten und am Meer auf den Felsen rumturnten. Fuerteventura an sich hat weniger Einwoher als La Laguna und ist sehr trocken und wenig gruen, was ich persoenlich nicht so schoen und etwas trist fand...aber dafuer gibts riesige Straende......einer davon war auch unser naechstes Reiseziel, nachdem wir und zum Mittag in einem kleinen Restaurant in einem Minidoerfchen mitten im Nix gestaerkt hatten (es stand unter anderm Ziege auf dem Speiseplan, was ein bisschen markaber neben dem Ziegengehege des Restaurants war.....). Am Strand angekommen wurde erstmal die Frisbee ausgepackt.....zum baden wars - mir zumindest - zu kalt und zu windig. Auf dem Rueckweg haben wir noch zum Sonnenuntergang anschauen an einem anderen Strand angehalten.
Am naechsten Tag gings Richtung Nordwesten. Dort haben wir wieder am Meer Felsen zum drauf herumklettern gefunden. An sonsten haben wir die meinste Zeit die Insel aus den Auto angeschaut und sind hier und da ausgestiegen um ein wenig herumzulaufen und Fotos zu machen.
Am Freitag war Abreisetag von Fuertevetura. Wir sind in die fuer Fuerteventura bekannten Duenen im Norden der Insel gefahren um ein bisschen in der "Wueste" herumzumaschieren und wieder lustige Fotos zu machen. Danach einmal ueber die Strasse und an Strand....und wieder die Frisbee rausgeholt. Im nuh war dann auch Zeit zum Aufbruch nach Corralejo....dort haben wir das Mietauto abgegeben, haben noch eben aus unseren 100 Tueten, die wir aus dem Appartment mitgenommen hatten, gepicknickt und sind dann mit der Faehre nach Lanzarote uebergesetzt.
Dort angekommen haben wir uns wieder ein Auto gemietet und sind nach Playa Honda gefahren, wo wir uns mit unseren Turnir-Gastgebern den Mubidisk und unserer "Equipo" treffen wollten. Nach einem lecker Tapas-essen mit ueber 30 Turnirteilnehmern und einem Spaziergang am Strand, der Gleich um die Ecke war, ging erstmal in unsere neuen Gastquartiere zum ausruhen...schliesslich wollten wir fit sein fuer den kommenden Tag.....
um kurz vor 10h sind wir an dem von den Mubidisc gemieteten Kunstrasenplatz in Arrecife angekommen. Nach einem Aufwaermen ging das Turnir los (dabei muss gesagt werden, dass das "Turnier" eher zum Spass und nicht bitterer erst war...eing ging es mehr darum mal gegen andere Mannschaften zu spielen, Spass zu haben und zusammen Party zu machen). Es gab vier Mannschaften, wobei die Angereisten Guayotas aus Teneriffa, naemlich wir, sogar zwei Mannschaften stellten, eine mit den "Veteranos", die als Campiones de España schonmal fuer die Weltmeisterschaft im Sommer in Prag trainiern wollten, und eine "Guayotas sin praga" mit den (jetzt nicht mehr ganz) Anfaengern, die zur Haelfte aus Erasmusstudenten bestand. Es war ein schoen warmer Tag mit geschaetzten 30º und strahlendem Sonnenschein und wir hatten viel Spass auf dem Spielfeld. Sieger wurden am Ende, wie zu erwarten, "Guayotas con Praga". Nach einer kalten Dusche noch auf dem Sportplatz gings zum Haus eines Mannschaftsmitglieds der Lanzeroter Equipo das direkt an der Strandpromenade vom Playa Honda liegt zum essen. Der Abend endete die Strandpromenade runter mit einem Benefizkonzert fuer die Opfer vom Haiti-Erdbeben.
Am naesten Tag ging das Turnier am Strand von Puerto del Carmen weiter. Diesmal in gemixten Teams. An diesem Tag wars begins so heiss, dass ich kleine Brandblasen an den Fuessen vom laufen im heissen Sand bekam und mit Socken weiterspielen musste. Da freuten wir uns schon ein wenig, als an den strahlend blauen Himmel ein paar Wolken aufzogen.
Am naechsten Tag furen wir frueh, naja so um 9h, Richtung Norden, wo wir von der Nordspitze Lanzarotes nach dem kleinen Inselchen La Graciosa uebersetzten. Dort angekommen mieteten wir uns gleich am Hafen Fahrraeder und los gings nach Appartmentsuche, was sich fuer eine Nacht und 7 Personen, die wir mittlerweile waren, garnicht so einfach gestaltete. Den entscheidenden Tip bekamen wir in einem Supermarkt uns so fanden wir ein Tolles Appartment mit Balkonen direkt zum Hafen. Nun konnte die Fahrradtour beginnen, die fuer mich leider relativ schnell wieder endete, weil ich mit dem Rad eine Klippe mit insgesamt bestimmt 3m Hoehe runtergefallen bin. Zum Glueck (und das war wirklich sehr viel Glueck, denn wir hatten nichtmal Helme, danke an dieser Stelle nochmal an meinen Schutzengel) ist relativ wenig passiert. Nur ein kleiner Riss im Ohrkorpel, der spaeter noch genaeht wurde, und ein paar Schuerfwunden. Jungejunge, was fuer ein Glueck, es haben schon alle, inclusive mir, ueberlegt, wie wir am besten mit einem Schwerverletzten von der kleinen Insel in ein Krankenhaus gelangen koennten.
Die beiden Maedels und ich sind dann ins Centro de Salud der "Hauptstadt", das wir auf Umwegen und mit Hilfe von zwei netten Einheimischen, die sich scheinbar ueber die neugewonnene Aufgabe freuten, schiesslich auch gefunden haben. Dort wurde mein Ohr genaeht und der Arzt hat mir freundlicherweise Verbandszeug ueberlassen, um nach einer Dusche die Schuerfwunden selbst zu versorgen. Danach sind wir dann, auf mein Draengeln, doch noch eine Ruden um die Insel gefahren, diesmal aber auf Richtigen Wegen. Am Abend beim kochen haben wir im Fernsehn das Unwetter auf Teneriffa mitverfogen koennen und freuten uns, dass wir im trockenen sassen.
Am naechsten Tag fuhren wir wieder nach Lanzarote und dort erstmal Richtung Sueden, weil zwei von uns schon an diesem Dienstag nach Teneriffa zurueckfliegen wollten und noch den Nationalpark anschauen wollten. Wir waren ganzschoen enttauscht, als wir am Eingang feststellten, dass der Eintritt 8Euro pro Person kostete und es Ermaessigung nur fuer Residentes von Lanzarote gab......dabei duerfen die Einwohner von Lanzarote bei "uns" auch kostenlos in den Nationalpark! Noch weniger erfreut waren wir, als wir unsere Autos auf einem Parkplatz an einem Touristenzentrum parken sollten um mit einem Reisebus durch ein Lavafeld zu fahren....das haette man auch kostenguenstiger und schoener loesen koennen, zb mit einem Wanderweg........zurueck wieder am Turistenzentrum gab es dann doch noch ein paar sehenswerte Dinge: wie ueber einem Loch von ca 8m ein Grillrost mit Huehnchen und Wuerstchen hing, welche darauf schmorten; wie wieder ueber einem Loch im Boden sich durch die aufsteigende Hitze ein Bueschel Gestruep entzuendete oder wie duch einfuellen von Wasser wiederum in ein Loch im Boden nach kurzer Zeit eine Fontaine in den Himmel schoss.
Nun fuehrte uns unser Weg in ein kleines Doerfchen "Caleta de Caballo" das am Wasser gelegen war. Hier fragten wir nach einem Zimmer fuer die naechsten Tage, wobei wir aber nicht so das rechte fanden. Deshalb brachen nach ein wenig chillen, den Surfern zuschauen und einem kleinen Spatziergang an der Kueste bald mit einem Auto Richtung Flughafen und mit dem anderen zum naechsten Kuestendorf auf, "Caleta der Farma". Mittlerweile war es schon daemmerig geworden. Das Dorf war etwas groesser und hatte sogar einen Tante-Emma-Supermarkt, in dem wir mal wieder den entscheidenen Tipp fuer ein Appartment bekamen, oder besser gesagt, der Typie den wir nach einer Wohnung fragten fing an alle moeglichen Wohnungen abzutelefonieren, verschwand dann kurz um uns daruf zu einer Wohnung direkt am Strand zu fuehren, die zudem auch noch billiger war als die zuvor gesehen. Der Ort gefiel mir gut, der Strand reichte bis in den Ort rein, viel Strassen waren aus Sand und auch die Asphaltstrassen waren teilweise mit Sand bedeckt. Zur Belohnung fuer die gelunge Wohnungssuche gingen wir in einer kleinen gemuetlichen Bar ein Bierchen trinken.
Am naesten Tag ging der erste Weg zum Hafen, Anika wegbringen, die am Morgen zurueckfuhr. Im "Austausch" holten wir Anslem ab, der wegen des Unwettes, weil die Strassen in Teneriffa ueberschwemmt waren und kein Verkehr mehr moeglich war, erst einen Tag spaeter zu uns stossen konnte. Danach gings wieder Richtung Nationalpark, diesmal an die Kueste ein wenig weiter Noerdlich von "El Golfo", von wo aus wir ueber das ganze Lavafeld an der Kueste entlang wandern wollten. Auf dem Weg dahin hielten wir noch bei ein paar Sehenswuerdigkeiten der Insel, zb dem gruenen See bei El Golfo. Die Wanderung war am Anfang sehr schoen und interessant und wir freuten uns ueber die Wasserfontainen und die Lavaformationen......zum Ende hin wurde es allerdings etwas eintoenig, weil die ganze Zeit dasselbe.....und meine Schuhe hats ganzschoen mitgenommen, das Lavafeld......aber war trotzdem eine schoene Wanderung. Am Ende hatten wir dann sogar einen Abholservice, von Anselm, der lieber tagsueber an dem Strand neben "unserem" Surfen gegangen ist, weil er sein Brett nicht allein im Auto lassen wollte.....so hatten alle was davon
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Donnerstag war Abreisetag fuer mich. Aber bevor mich die Jungs bei Flughafen absetzten besuchten wir noch das Haus des legendaeren Cesar Manrique, der sich zur Lebzeiten dafuer eingesetzt hatte, dass die Doerfer Lanzarotes im Einklang mit der Umgebung gestaltet wurden, was Lanzarote die typischen hoestens 2stoeckigen weissen Hausschen zu verdanken hat, die das Bild der Insel praegen. Sein Haus hat Manrique in einer Vulkanblase gebaut......echt tolles Haus.....nur wieder, wie bei allem hier....ein Haufen Eintrittsgeld. Auf draengeln haben wir aber doch noch einen Gruppentarif aushandeln koennen, wenigstens was. Uns schon gings weiter zum Flughafen. Auf dem Weg noch beim Supermarkt vorbei und Eis essen und ab in den Flieger..........
